Zwischen duftenden Blumenwiesen, warmer Morgensonne und Gräserflüstern wurde am Campus Tulln (NÖ) ein neues Kapitel der Heilpflanzenforschung aufgeschlagen.
Mitten in die Präsentation hinein, gerade als von Heilpflanzen, Forschung und der Kraft der Natur gesprochen wurde, begann plötzlich eine Grille laut zu zirpen. Für einen kurzen Moment hielten viele inne. Fast wirkte es, als wolle die Natur selbst ihren Willkommensgruß senden – ein kleines, berührendes Omen für ein Projekt, das sich ganz der geheimnisvollen Pflanzenwelt widmet.
Im Mittelpunkt stehen Pflanzen
Denn am Campus Tulln wurde jetzt eine neue Forschungskooperation zwischen der Universität für Bodenkultur, dem globalen Unternehmen „Bionorica“ und dem Land vorgestellt. Im Mittelpunkt steht ein neues Institut für Phytopharmazie – also die wissenschaftliche Erforschung pflanzlicher Arzneimittel. Dort sollen künftig die heilenden Kräfte von Blühgeschöpfen wie der Gewöhnliche Nachtkerze aufgespürt werden.
Landesrat Stephan Pernkopf: „Modernste Wissenschaft und uraltes altes Wissen werden zusammengeführt.“ Ziel sei es, neue Heilungschancen zu erschließen und gleichzeitig hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Auch Boku-Rektorin Eva Schulev-Steindl sprach von einem „besonderen Tag“ für die Universität.
Weit mehr als „Hausmittel“
Bionorica-Gründer Michael Popp, ein global wirkenden Ökopionier Visionär und Fan der Garten Tulln, zeigte sich überzeugt vom Heilpotenzial: „Pflanzliche Arzneimittel sind längst mehr als alte Hausmittel. Sie müssen daher wissenschaftlich erforscht, klinisch geprüft und nachvollziehbar wirksam sein.“ Für Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk ist das neue Institut ein großer Gewinn für die Stadt.
Und während über Zukunft, Forschung und die Kraft der Pflanzen gesprochen wurde, zirpte die Grille weiter – beinahe so, als wolle sie den blühenden Neubeginn am Campus Tulln feierlich begleiten.
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