Österreicher betroffen

Gaza-Hilfsflotte: Anzeige wegen Freiheitsberaubung

Ausland
20.05.2026 08:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem Israels Armee die meisten Boote der internationalen Gaza-Hilfsflotte gestoppt hat, hat die „Global Sumud Flotilla“ in Rom Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung eingereicht. „Derzeit werden 29 italienische Staatsbürger und drei in Italien ansässige Personen festgehalten und befinden sich an Bord eines israelischen Militärschiffes. Über ihren Zustand oder die Dauer ihrer Festhaltung liegen weder Nachrichten noch offizielle Mitteilungen vor“, heißt es in einer Erklärung.

„Wir können die Freiheitsberaubung italienischer Staatsbürger, die an einer ausschließlich friedlichen Mission beteiligt sind, nicht akzeptieren“, heißt es in der Mitteilung. Die Organisation forderte die italienischen und europäischen Institutionen auf, „umgehend tätig zu werden, um die Sicherheit unserer Landsleute, Transparenz über ihre Bedingungen, die Achtung der Rechtsstaatlichkeit sowie die sofortige Freilassung aller Aktivisten zu gewährleisten“.

Auch drei österreichische Staatsbürger festgesetzt
Die Mission, bestehend aus Dutzenden zivilen Booten, war aus den Häfen von Barcelona und Augusta auf Sizilien ausgelaufen, um den Gazastreifen zu erreichen, Hilfsgüter zu liefern und medizinische Unterstützung für die von einer schweren humanitären Krise betroffene Zivilbevölkerung zu leisten. Israels Marine habe bis Dienstag mehr als 40 der 57 Boote der „Global Sumud Flotilla“ unter ihre Kontrolle gebracht, berichteten israelische Medien. Rund 250 Aktivisten seien bei dem Einsatz westlich von Zypern festgenommen worden. Laut „Global Sumud Österreich“ wurden auch drei österreichische Staatsbürger von israelischen Soldaten „überfallen und entführt“.

In sozialen Medien postet die Organisation Videos von den Vorfällen:

Auch Thunberg bei Hilfsflotte im vergangenen Jahr dabei
In den vergangenen Jahren hatten pro-palästinensische Aktivistinnen und Aktivisten immer wieder versucht, die israelische Blockade des Gazastreifens auf dem Seeweg zu durchbrechen. Zuletzt hatte Ende 2025 eine Hilfsflotte versucht, in den Gazastreifen zu gelangen. An Bord der Schiffe waren mehrere prominente Persönlichkeiten, darunter die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Die Schiffe wurden damals von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder festgenommen und anschließend aus Israel ausgewiesen.

Der Gaza-Krieg begann mit dem Angriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und rund 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Seit Oktober vergangenen Jahres ist eine maßgeblich von den USA vermittelte brüchige Waffenruhe in Kraft.

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