Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag wurden insgesamt neun jugendliche Täter ausgeforscht, die für mehrere Gewalt- und Sachdelikte in der Region verantwortlich sein sollen. Unter anderem werden ihnen sechs schwere Körperverletzungen zur Last gelegt. Die Beschuldigten zeigten sich weitgehend geständig.
Ermittlungserfolg für die Polizei St. Marein im Mürztal (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag): Die Beamten konnten neun junge Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren ausforschen, die für mehrere Straftaten in der Region verantwortlich sein sollen. Die Tatverdächtigen sollen sich über Messenger-Dienste und soziale Medien verabredet haben, um gezielt Personen zu provozieren, anzugreifen und zu verletzen. Zudem werden ihnen mehrere Sachbeschädigungen zur Last gelegt.
Die Beamten konnten bei ihren Ermittlungen rund 14 Straftaten klären, die auf das Konto der Tätergruppe gehen. Neben sechs schweren Körperverletzungen, einer absichtlich schweren Körperverletzung und zwei Körperverletzungen sollen die Männer auch eine Nötigung, drei Sachbeschädigungen und eine falsche Beweisaussage vor der Kriminalpolizei begangen haben.
Erste Vorfälle im Dezember 2025
Die ersten Vorfälle ereigneten sich bereits in der Nacht von 12. auf 13. Dezember 2025 vor einem Tanzlokal in St. Marein im Mürztal. „Dabei wurden mehrere Personen ohne ersichtlichen Grund attackiert und teils schwer verletzt. Die Täter schlugen ihre Opfer mit Fäusten und traten auf am Boden liegende Personen ein“, teilt die Polizei in einer Aussendung am Montag mit. An den darauffolgenden Wochenenden kam es zu ähnlichen Vorfällen. In der Nacht auf den 21. Dezember musste ein Opfer schließlich im Krankenhaus behandelt werden, nachdem es vor einem Café in St. Marein schwer verletzt wurde.
Kein Motiv für Taten
Die Polizei nahm nach den Vorfällen intensive Ermittlungen auf. Bereits in der Nacht des letzten Angriffs konnten erste Tatverdächtige ausgeforscht und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leoben vorläufig festgenommen werden. Zudem wurden Videoaufnahmen aus Lokalen und von Mobiltelefonen sichergestellt sowie zahlreiche Zeugen einvernommen.
Die Ermittlungen erstreckten sich bis April 2026. Durch die umfangreiche Ermittlungsarbeit konnten schließlich neun Tatverdächtige ausgeforscht und sämtliche Straftaten geklärt werden. Die jugendlichen Beschuldigten zeigten sich weitgehend geständig. Sie gaben jedoch kein konkretes Motiv für die Angriffe an. Die Opfer wurden demnach wahllos ausgewählt und ohne ersichtlichen Grund attackiert.
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