Nachdem Isabel Genelin von Familiaris für Intensivbetreuung von Familien in der „Krone“ die Sparpolitik der Landesregierung im Sozialbereich kritisiert hat, pflichten ihr nun zwei Tiroler Oppositionsparteien bei.
Sowohl die Neos als auch die FPÖ schließen sich der Kritik an der Sparpolitik des Landes an. Neos-Klubobfrau Birgit Obermüller erklärte, ihre Partei habe bereits im Zuge der Budgetverhandlungen der schwarz-roten Landesregierung „eindringlich davor gewarnt, dass es kurzsichtig und gefährlich ist, bei Kindern, Familien und Prävention den Sparstift anzusetzen“.
Warnung vor massiven Folgekosten
Gerade Familien mit massiven Belastungen bräuchten Hilfe: „Wenn Unterstützungsstunden gekürzt werden, verschwinden die Probleme ja nicht. Im Gegenteil: Viele negative Entwicklungen verschärfen sich und verursachen später noch höhere gesellschaftliche und finanzielle Folgekosten“, nannte Obermüller Drogensucht, psychische Erkrankungen, Gewalt.
Allein der massive Umfang an Beraterverträgen zeigt, dass es andere Möglichkeiten gegeben hätte, Einsparungen vorzunehmen.

Birgit Obermüller, Klubobfrau Neos
Bild: Neos
Vor erheblichen Folgekosten warnte auch Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger: „Das ist keine enkelgerechte Finanzpolitik.“ Dass der Sparstift im Sozialbereich falsch gewesen sei, zeige sich nun erstmals massiv, spielt er auf mehrere jugendliche Drogentote und die Siebenjährige im Oberland an. „Leidtragende sind immer die Kinder und Unmündigen“, sagt Abwerzger.
Umfangreiche Aufklärung gefordert
Obermüller zeigte sich vom Fall des vernachlässigten Mädchens erschüttert und forderte eine Aufklärung dazu, ob eine Meldung an die Kinder- und Jugendhilfe erfolgt ist.
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