Jugendkriminalität

Kinder als Täter rücken stärker in den Fokus

Vorarlberg
13.05.2026 17:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Das Land Vorarlberg will gemeinsam mit dem Bund ein effektiveres Vorgehen gegen besonders junge Täter sicherstellen. Eine neue Vereinbarung dazu wurde bereits unterzeichnet.  

Vorarlberg will in den nächsten Jahren der Jugendkriminalität und Cyberkriminalität einen Riegel vorschieben. „Die Kriminalität wird ein Stück weit jünger, es gibt Brennpunkte im Land“, stellte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag bei der Unterzeichnung einer neuen Sicherheitsvereinbarung mit dem Bund in Bregenz fest. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) unterstrich die Richtigkeit dieser Schwerpunktsetzung. Diese ist auch eine Reaktion auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren: In den beiden genannten Feldern hat die Zahl der Anzeigen innerhalb von zehn Jahren um ein Vielfaches zugenommen.

In Sachen Jugendkriminalität betonte Wallner, dass es „klare Grenzen und einen Weg zurück“ brauche. Er sprach sich für eine Herabsetzung der Strafmündigkeit (aktuell: 14 Jahre) und eine Umsetzung des Schweizer Modells („Das Alter ist herabgesetzt, aber man landet nicht gleich im Gefängnis.“) auch in Österreich aus. Karner würde zwar auch die Strafmündigkeit herabsetzen wollen, das sehe das Regierungsprogramm aber nicht vor, so der Minister.

Er verwies jedoch auf die „Auszeit-WG“ in Wien: Kindern, die wiederholt schwere Taten begangen haben, droht im Rahmen eines Projekts die Unterbringung in einer geschlossenen sozialpädagogischen Einrichtung. Auf Bundesebene werde man ein Paket verabschieden, „das in diese Richtung geht“, so Karner. Es könne nicht sein, dass „halbe Kinder“ der Polizei auf der Nase herumtanzen, sagte Wallner.

Einen Spurwechsel ermöglichen
In Vorarlberg will man zudem das im Bezirk Dornbirn erprobte Projekt „Spurwechsel“ auf das ganze Land ausrollen. In enger Zusammenarbeit von Polizei, Kinder- und Jugendhilfe sowie Schulen sollen Täter identifiziert und ein Abgleiten in eine kriminelle Karriere verhindert werden. Dazu gehe man auch „in die Familien“, sagte Landespolizeidirektorin Uta Bachmann.

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