Forum Stadtpark Graz

„Islands of Loners“: Ungemütlich unter der Decke

Steiermark
12.05.2026 19:00

Das Bett als Insel der Einsamen: Im Forum Stadtpark in Graz erkunden sieben Künstlerinnen und Künstler in „Islands of Loners“ das Möbelstück zwischen Ausgrenzung und „Me-Time“.

Was, wenn Kunst nicht nur schön ist, sondern tatsächlich heilt? Mit seinen „Votives“ versucht Garry Barker genau das. Menschen kommen zu dem Künstler aus dem englischen Leeds und schildern ihre Leiden – kaputte Schultern, schmerzende Zähne. Er formt Keramiken und stellt Linoldrucke dieser Körperteile her, die wie Votivgaben im religiösen Sinn funktionieren. Ein solches Keramik-Herz liegt nun in einem von sieben Betten im Forum Stadtpark in Graz: Die Möbelstücke sind „Islands of Loners“, Inseln der Einsamen; Orte, an die man sich zurückzieht – entweder freiwillig, um „Me-Time“ zu haben, oder auch von Krankheit gezwungen.

Die Ausstellung passend zum Jahresthema wurde von Johanna Pichlbauer, Robin Klengel, Markus Waitschacher und Annika Stich kuratiert. Sie vereint wunderbar nachdenkliche, sozial engagierte, berührende und augenzwinkernde Positionen. So hat etwa Fred Heinemann aus Wien einen berührenden Text über ME/CFS geschrieben, der auf einem Laken über einer Matratze zu lesen ist.

Lukas Marxt‘ Videoinstallation unter einer Höhle aus Decken und Polstern, hinten Garry Barkers ...
Lukas Marxt‘ Videoinstallation unter einer Höhle aus Decken und Polstern, hinten Garry Barkers Zimmer mit „Votives“ und einem Chor aus Tonfiguren(Bild: Forum Stadtpark/Johanna Pichlbauer)
Xenia Lesniewskis atmendes Bett im Forum Stadtpark
Xenia Lesniewskis atmendes Bett im Forum Stadtpark(Bild: Forum Stadtpark/Johanna Pichlbauer)

Schäfchen zählen
Multimedia-Künstlerin Martina Menegon hat ihre schlaflosen Nächte als Spiel animiert: Frauenkörper fallen aus dem Nichts herab, während man versucht, sie möglichst mit einem Bett aufzufangen. Wenig entspannend ist auch das atmende Bett von Xenia Lesniewski. Die weiße Bettwäsche hebt und senkt sich, der rosarote Pyjama liegt daneben am Boden. Das Macbook raucht, und eine Kaffeemaschine hat die Künstlerin zu einem dauerhaft rinnenden Brunnen umgebaut.

Und wer zu Hause gerne bastelt, kann sich hier sogar ein Souvenir einpacken. Am 13. Mai, 18 Uhr, ist Eröffnung. Bis 18. Juni, Dienstag bis Samstag, 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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