Die Ukraine erwartet laut Wolodymyr Selenskyj bis Sommerbeginn den Besuch von US-Gesandten in Kiew. „Wir hoffen, dass wir dieses Mal das Geplante umsetzen und die Diplomatie neu beleben können“, schrieb der ukrainische Präsident auf der Plattform X.
Man stimme derzeit den Zeitplan mit den USA ab. Zuletzt habe man über humanitäre Fragen gesprochen, einschließlich der Fortsetzung der Gefangenenaustausche. „Wir müssen uns dem Frieden annähern, indem wir die Ukraine stärken und unsere bilateralen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten festigen“, sagte Selenskyj. Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über ein Kriegsende liegen derzeit auf Eis. Die USA, die in den Gesprächen vermittelt hatten, konzentrieren sich momentan auf den Krieg im Iran.
Übernimmt Europa?
Angesichts der erfolglosen Bemühungen haben die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands am Freitag eine Verhandlungsinitiative angekündigt. „Wir sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und sind darüber mit den USA und der Ukraine im Gespräch“, sagte der deutsche Außenminister Johann Wadephul.
Putin ist bereit, mit jedem zu verhandeln. Das hat er wiederholt erklärt.
Kremlsprecher Dmitri Peskow
„Putin ist bereit, mit jedem zu verhandeln. Das hat er wiederholt erklärt“, kommentierte der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Putin wirft den europäischen Staaten allerdings auch Kriegstreiberei vor, weil sie die Ukraine mit Milliardenhilfen, Waffen und Geheimdienstinformationen unterstützen. EU-Ratspräsident Antonio Costa sieht Potenzial für Verhandlungen der Staatengemeinschaft mit Putin. Die EU habe die Rückendeckung von Selenskyj. Laut einem Bericht der Financial Times sind die Europäerinnen und Europäer über die bisher von US-Präsident Donald Trump geführten Verhandlungen frustriert.
Kritikerinnen und Kritiker werfen Trump vor, die russischen Positionen bevorzugt zu haben. Der russische Machthaber Wladimir Putin pocht auf die Anerkennung der Annexion der Krim und großer Teile des Ostens der Ukraine. Zudem will er eine Verkleinerung der ukrainischen Armee durchsetzen und einen NATO-Beitritt des Landes dauerhaft ausschließen. Selenskyj wiederum lehnt diese Forderungen ab und fordert von den USA Sicherheitsgarantien gegen einen möglichen neuen Angriff Russlands. In letzterem haben sich die Vermittlerinnen und Vermittler bisher bedeckt gehalten.
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