Die US-Absichtserklärung, auf die der Iran reagieren soll, ist genau eine Seite lang und enthält 14 Punkte. „Die Hoffnung ist, dass es etwas ist, das uns zu einem ernsthaften Verhandlungsprozess führt“, sagte US-Außenminister Marco Rubio in Rom.
Die USA rechnen laut ihm noch am heutigen Freitag mit einer Antwort auf den jüngsten Vorschlag, um den Krieg zu beenden. Ziel sei es, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, sagte Rubio. Diskutiert werden unter anderem eine Lockerung von US-Sanktionen, Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormuz und eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm. Die Welt müsse sich fragen, was sie zu tun bereit sei, wenn der Iran versuche, die Kontrolle über eine internationale Wasserstraße zu „normalisieren“, sagte Rubio am Freitag.
Beide Kriegsparteien beschossen einander in der Nacht auf Freitag trotz der Waffenruhe und gaben sich gegenseitig die Schuld dafür. Das iranische Militärkommando warf den USA vor, einen Öltanker, ein weiteres Schiff sowie zivile Gebiete angegriffen und damit die seit einem Monat geltende Waffenruhe gebrochen zu haben. Inzwischen habe sich die Lage auf den iranischen Inseln und in den Küstenstädten an der Straße von Hormuz jedoch wieder normalisiert, berichtete der staatliche Sender Press TV.
Trump: „Iran wird von Wahnsinnigen angeführt“
US-Präsident Donald Trump hat die iranische Führung aufgefordert, schnell eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Ansonsten werde man iranische Einheiten noch viel härter und gewaltsamer treffen. Das Land werde „von Wahnsinnigen angeführt, und hätten sie die Chance, eine Atomwaffe einzusetzen, würden sie es ohne Frage tun (...)“, schrieb der Politiker auf seiner Plattform Truth Social.
Hier sehen Sie das Posting von Araqchi:
„Immer wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für leichtsinnige militärische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einschüchterungstaktik?“, reagierte der iranische Außenminister Abbas Araqchi auf die jüngsten Angriffe. „Unsere Priorität ist, dass sie ein dauerhaftes Ende des Krieges verkünden. Die restlichen Fragen könnten geklärt werden, sobald sie zu direkten Gesprächen zurückkehren“, sagte ein hochrangiger pakistanischer Regierungsvertreter, der an der Vermittlung beteiligt ist. Allerdings arbeiten derzeit beide Seiten an einer Übergangsregelung, noch nicht an einem umfassenden Abkommen.
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