Ein einziges Synagogengebäude aus der Zeit vor 1938 hat sich in Oberösterreich erhalten. Es steht in der Stadt Steyr und wird derzeit zum modernen „Lernort“ umgebaut. Es soll aber nicht nur um jüdisches Leben im Spiegel der Zeitgeschichte gehen, sondern auch um Demokratiebildung und aktuelle Herausforderungen.
In Oberösterreich hat sich nur ein einziges Synagogengebäude aus der Zeit vor 1938 erhalten: Das Haus in der Steyrer Bahnhofstraße wird nun zum „Lernort Synagoge“ umgebaut. Das Projekt ist schon länger in Planung, nun liegen erstmals konkrete Konzepte vor.
Das Mauthausen Komitee Steyr und das Museum Arbeitswelt realisieren eine vielschichtige, multimediale Dauerausstellung, die erstmals die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Steyr und Oberösterreich erzählen wird – von der Vielfalt vor 1938 über die grausame Verfolgung während des Nationalsozialismus bis hin zu Überleben, Neubeginn und Abschied nach 1945.
Der ‘Lernort Synagoge‘ macht Geschichte nicht nur sichtbar, sondern erfahrbar. In Zeiten von wachsendem Antisemitismus ist das unverzichtbar.
Stephan Rosinger, Leiter des Museums Arbeitswelt Steyr
Bogen von Vergangenheit in die Gegenwart
„Als authentischer Ort lädt die ehemalige Synagoge dazu ein, jüdische Lebenswelten in ihrer Vielfalt, ihren Brüchen und den Nachwirkungen bis in die Gegenwart kennenzulernen“, sagt Stephan Rosinger, Leiter des Museums Arbeitswelt.
Im Mittelpunkt stehen zehn Lebensgeschichten
Zeitgemäße Vermittlungsstationen ermöglichen interaktives Lernen und Gegenwartsbezug. Der „Lernort“ wird bewusst mit der Politikwerkstatt des Museums Arbeitswelt verbunden. Dort setzen sich Schulklassen und Gruppen mit Demokratie sowie mit Fragen von Verantwortung, Minderheitenschutz und Solidarität auseinander.
Ermöglicht wird das Projekt durch Förderungen des Landes Oberösterreich, der Stadt Steyr sowie durch Bundesmittel.
Die feierliche Eröffnung des „Lernorts Synagoge Steyr“ ist für Jänner 2027 vorgesehen.
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