Seit beinahe zwei Wochen kämpfen Feuerwehrleute gegen den Waldbrand in Eisbach-Rein, nördlich von Graz. Das Gewitter am Donnerstag hat etwas Entspannung gebracht, ein „Brand aus“ ist aber weiterhin nicht in Sicht.
Seit zwei Wochen sind Feuerwehren und andere Einsatzorganisationen beim bisher größten Waldbrand der Steiermark in Eisbach-Rein nördlich von Graz mit Löscharbeiten beschäftigt. Zu Spitzenzeiten waren täglich Hunderte Feuerwehrleute im unwegsamen Gelände im Einsatz. Der Brand wütete auf rund 70 Hektar. Gehofft haben die Einsatzkräfte vor allem auf eines: Regen.
Starker Niederschlag am Donnerstag
Am Donnerstagabend war es dann endlich so weit, ein Gewitter sorgte zwar nur für relativ kurzen, aber doch starken Niederschlag. „Wenn es auch keine großen Mengen waren, hat uns der Regen schon etwas gebracht“, sagt Herbert Buchgraber, Sprecher des Bereichsfeuerwehrverbandes Graz-Umgebung. Also immerhin eine leichte Entspannung am Mühlbachkogel, man hat die Lage im Griff.
Am Freitag war „nur“ mehr eine Löschgruppe mit rund zehn Feuerwehrleuten im Einsatz, die weiter nach Glutnestern suchen und diese löschen. „Ein ,Brand aus’ können wir aber weiterhin nicht geben“, so Buchgraber.
Niederschläge unterschiedlich verteilt
Für die Natur und die Landwirtschaft brachte der Regen zwar kurzes Aufatmen, war aber in Summe wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Weil die Böden schon so ausgetrocknet sind, ist das meiste Wasser oberflächlich abgeflossen und steht der Vegetation erst nicht zur Verfügung“, sagt GeoSphere-Meteorologe Martin Kulmer. Auch waren die Niederschläge sehr ungleich verteilt. Während es im oberen Feistritztal oder im Mürztal zwischen 20 und 30 Liter geregnet hat – in Gasen waren es sogar an die 50 Liter -, fielen in Teilen des Südens und Südwestens des Landes nur einige Tropfen.
Die Aussicht für die nächsten Tage nährt aber die zarte Hoffnung auf weitere Niederschläge: „Am Montag bzw. in der Nacht auf Dienstag erreicht uns eine Kaltfront aus Norden. Wobei diese auch nicht den ergiebigen Landregen, den wir dringend einmal bräuchten, bringen wird“, so Kulmer. Nächstes Wochenende könnte uns aber, so die vage Prognose, ein Italientief erreichen.
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