Waffenlager sind leer

Sicherheitstechnische Aufrüstung als Job-Wunder?

Oberösterreich
06.05.2026 19:00

Der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner erkundete in der belgischen Hauptstadt Brüssel, wie die heimische Industrie von den massiven Veränderungen der europäischen Sicherheitsarchitektur profitieren könnte. 

Es war eine Recherche der besonderen Art, die den oö. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner diese Woche nach Brüssel geführt hat. Der ÖVP-Politiker spürt den „Wind of Change“, der seit dem Ukraine-Krieg und diversen anderen weltpolitischen Krisen auch im beschaulichen Oberösterreich so manches umzuwehen droht: „Europa stellt sich sicherheitspolitisch neu auf und investiert massiv in dem Bereich. Davon können gerade wir profitieren, weil unser Standort genau jene Stärken mitbringt, die jetzt in Europa gefragt sind. Von moderner Produktion über innovative Technologien bis hin zur Fähigkeit, industrielle Prozesse rasch zu skalieren.“ 

EU und NATO rüsten gewaltig auf beziehungsweise nach: Der Ukraine-Krieg hat die europäischen ...
EU und NATO rüsten gewaltig auf beziehungsweise nach: Der Ukraine-Krieg hat die europäischen Staaten aufgeweckt.(Bild: EPA/VALDA KALNINA)

Was heißt das im Klartext? Die Europäische Union will im Rahmen ihres Programms „Readiness 2030“ bis zu 800 Milliarden in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung investieren. Ein riesiger Kuchen, von dem auch ein neutraler Staat wie Österreich gerne ein Stückchen hätte. Noch dazu, wenn durch die „Verstromung“ der Mobilität zunehmend die heimischen Zulieferbetriebe ins Schwimmen kommen.

Abnehmer für Weiterverwendung verantwortlich
Das soll auch durch gesetzliche Änderungen bewirkt werden, der Abnehmer der Halbprodukte soll künftig im Zuge der Lieferkette für die Weiterverwendung verantwortlich sein. Bei Hintergrundgesprächen mit hochrangigen heimischen Militärs in Brüssel zeigte sich der Ernst der Lage: Die Unterstützung der Ukraine hat die gesamte europäische Lagerbewirtschaftung was Rüstungsgüter angeht, betroffen.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner mit dem Brüsseler Botschafter Jürgen Meindl, der ein ...
Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner mit dem Brüsseler Botschafter Jürgen Meindl, der ein gebürtiger Linzer ist.(Bild: Land OÖ)

Riesiges Auftragsvolumen
Die NATO-Staaten haben defacto ihre Lager leer geräumt. Das heißt, allein die Befüllung der alten Lager mit Munition ist ein riesiges Auftragsvolumen. Dazu kommt, dass die Lager ausgerichtet waren auf eine Munitionsmenge von 30 Kriegstagen. Das war aber nach den Erfahrungen aus dem Vietnamkrieg berechnet. Die Erkenntnisse der Ukraine haben gezeigt, dass man von 300 bis 400 Prozent mehr ausgehen muss.

Ein interessanter Ausklang fand am Abend statt. Botschafter Jürgen Meindl amüsierte mit Einblicken in den Politsumpf der Republik.

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