Mehr Arbeitslose

Wirtschaftsflaute kostet viele Jobs im weiten Land

Niederösterreich
08.05.2026 17:00

Während im Bundesdurchschnitt nur ein moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, hat sich die Situation in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr zugespitzt. Vor allem im Handel und in der Industrie sind Arbeitsplätze verloren gegangen.

„Die heimische Wirtschaft erholt sich langsamer als erwartet“, muss Sandra Kern einräumen. 45.679 Arbeitslose hat die Leiterin des AMS in Niederösterreich derzeit vorgemerkt – um 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Österreichweit beträgt der Anstieg nur 2,7 Prozent. Rechnet man noch alle Personen in Umschulungen dazu, sind derzeit 56.301 Menschen im weiten Land auf Job-Suche.

Frauen stärker betroffenen
Während bundesweit bei den Männern keine Zunahme der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist, gibt es zwischen Enns und Leitha ein Plus von 2,7 Prozent. Bei den Frauen liegt dieser Wert sogar bei 8,6 Prozent. Das liegt auch daran, dass vor allem im Handel im Vergleich zum Vorjahr viele Jobs verloren gehen – mehr als 445 waren es zuletzt.

Auch die Industrie kämpft nach wie vor mit den Folgen der globalen Krisen. Mehr als 360 Arbeitsplätze wurden im Vergleich zu 2025 abgebaut. Das trifft auch viele Leasing-Arbeiter – diese Branche verzeichnet ein Minus von 394 Jobs. Immerhin im Baugewerbe gibt es einen Lichtblick: Hier ist die Arbeitslosigkeit im Jahres-Vergleich um 2,4 Prozent zurückgegangen.

Weniger offene Stellen
Der Krisenmodus macht sich auch in der Zahl der freien Arbeitsplätze bemerkbar. 11.676 offene Stellen hat das AMS derzeit in Niederösterreich anzubieten. Vor einem Jahr waren es noch um 16 Prozent mehr. Und auch auf dem Lehrstellenmarkt ist ein Rückgang zu verzeichnen. Um 13,3 Prozent weniger offene Lehrplätze sind verfügbar.

Aufschwung in vier Regionen
Regional gibt es bei der Entwicklung der Arbeitsmarktsituation große Unterschiede im Bundesland. Im Bezirk Melk stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um mehr als 23 Prozent an, im Bezirk Horn um 17,4 Prozent. Auch die Arbeitsämter in Krems, Lilienfeld und Schwechat verzeichnen ein Arbeitslosen-Plus von mehr als 10 Prozent. Einen Hoffnungsstreifen am Horizont sieht man indes in den Regionen Gmünd, Zwettl, St. Pölten und Waidhofen an der Ybbs – hier ist die Zahl der Arbeitslosen gesunken.

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