Nach den Skandalen

FPÖ will im ORF „Rundfunk-Rasur“ auf Tschechisch

Innenpolitik
06.05.2026 16:59

Während hierzulande bekanntlich vor der ORF-Reform noch reichlich getrickst wird, wagt man in Tschechien ab dem Jahr 2027 eine Finanzierung des Rundfunks aus dem Staatshaushalt. Die Freiheitlichen sehen darin eine Blaupause. 

Während in Wien der Küniglberg-Machtkampf um den neuen Generaldirektor und weitere Spitzenposten – wie berichtet – bereits auf Hochtouren läuft, hat sich Niederösterreichs Landesvize Udo Landbauer in Prag umgeschaut – und dort gefunden, was er zu Hause vermisst: „politischen Mut“ bei den Rundfunkgebühren.

Tschechiens Regierung beschloss unter Andrej Babiš eine große Reform: Ab 2027 werden das Tschechische Fernsehen (ČT) und der Tschechische Rundfunk (Český rozhlas) direkt aus dem Staatshaushalt finanziert.

Gemeinsam sollen die Anstalten 7,8 Milliarden Kronen jährlich erhalten – umgerechnet rund 320 Millionen Euro. Der Rechnungshof soll die Haushaltsführung kontrollieren. Kritiker warnen davor, dass Fernsehen und Rundfunk damit völlig in die Hände der Politik geraten würden.

Für die Blauen eine Blaupause
Für die Blauen ist all das dennoch eine Blaupause, die ebenso in Österreich angebracht wäre. Seit Jahren fordert Mediensprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker, dass die Haushaltsabgabe (bzw. vormals die GIS-Gebühr) abgeschafft wird und der ORF direkt aus dem Staatsbudget finanziert werden solle.

Ex-Präsident Václav Klaus und Niederösterreichs Landesvize Udo Landbauer im Gespräch
Ex-Präsident Václav Klaus und Niederösterreichs Landesvize Udo Landbauer im Gespräch(Bild: FPÖ NÖ)

„Die Menschen sind schlau genug, sich selbst ein Bild zu machen und brauchen dazu kein aufgeblähtes staatliches Medienorchester, das in Skandalen untergeht, über Zwang finanziert wird und mehr Meinung vorgibt, als Information zu liefern“, meint Landbauer, der in Prag Tschechiens Ex-Präsident Václav Klaus traf. 

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