Die heimische Wirtschaft sucht händeringend Fachkräfte. Ein neues Ausbildungsmodell soll jetzt Handwerksberufe attraktiver machen – „Meister mit Matura“ wird ab Herbst in Niederösterreich erprobt.
„Lehre mit Matura“ ist ein alter Hut. In Niederösterreich geht jetzt das Lebensmittelgewerbe einen Schritt weiter. „Meister mit Matura“ nennt sich ein neues Ausbildungskonzept, das ab September vorerst angehenden Bäckern, Konditoren und Fleischhauern zur Verfügung steht.
Theorie und Praxis vereint
„Wir geben dem Handwerk neuen Schub, indem wir die Möglichkeit schaffen, höchste berufliche Qualifikation nahtlos mit weiteren Ausbildungen auf Uni-Ebene zu kombinieren“, sagt Innungsmeister Thomas Hagmann. Die Grundidee fasst Christian Heiss, Innungsmeister der Konditoren, der das Konzept in weiten Teilen erarbeitet hat, zusammen: „Theorie und Praxis werden perfekt vereint.“
Wir wollen mit der neuen Ausbildung das Image von Lehre und Meistertitel und damit unsere Fachkräfte aufwerten.

Thomas Hagmann Landesinnungsmeister Lebensmittelgewerbe
Bild: Michael Schelberger
Keine zusätzlichen Kosten
Spätestens im dritten Ausbildungsjahr beginnen die Lehrlinge die Berufsreifeprüfung mit einem Basismodul und dem Fach Deutsch. Beides muss vor der Lehrabschlussprüfung geschafft sein. In den folgenden drei Gesellenjahren werden Mathematik, Englisch und der Meisterkurs absolviert – damit ist der Weg zum „Meister mit Matura“ abgeschlossen. Der Unterricht für Reifeprüfung und Meisterkurs findet mittwochs zentral am WIFI St. Pölten statt, Lehrlingen und Ausbildungsbetrieben entstehen dabei keine Kosten.
Attraktives Angebot an Jugend
Für Konditormeister Heiss ist dieses neue Ausbildungskonzept ein attraktives Angebot an die Jugend: „Junge Menschen erlernen einen Beruf mit Zukunft und eröffnen sich viele Wege – von der Top-Fachkraft über die Universität bis zum eigenen Unternehmen!“
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