Bub an Hand verletzt

Warnung! Explosive Kriegsrelikte in Wandergebiet

Steiermark
06.05.2026 16:25

Im steirischen Murtal werden Kriegsrelikte zur Gefahr für Wanderer. Die Gebilde aus weißem Phosphor verstecken sich in den Winterleitenseen und verbrennen explosionsartig, wenn sie mit Sauerstoff in Kontakt treten. Der angrenzende Truppenübungsplatz ruft zur Vorsicht auf.

Im Naturerholungsgebiet rund um die Winterleitenseen kam es kürzlich zu einem gefährlichen Zwischenfall. Ein junger Bursche fand im Gewässer einen orange glitzernden „Stein“. Er brachte ihn ans Ufer und wollte ihn gerade in den Rucksack packen, da bemerkte er einen schwefelartigen Geruch. In diesem Moment entzündete sich das Fundstück – der Bursche schmiss es in letzter Sekunde auf den Boden, zog sich aber eine Brandwunde am Finger zu.

In der Region schrillen nun die Alarmglocken, an Wanderer wurde eine Warnung ausgesprochen. Wenn auch nicht zum ersten Mal: „Das Gebiet ist für die Öffentlichkeit zugänglich, aber es tauchen immer wieder Kriegsrelikte auf“, erklärt Manfred Hofer, Kommandant des angrenzenden Truppenübungsplatzes Seetaler Alpen. „Es stehen seit Jahren überall Warnschilder“, betont er.

Achtung, kein Kristall: Immer wieder finden Wanderer weißes Phosphor in den beiden ...
Achtung, kein Kristall: Immer wieder finden Wanderer weißes Phosphor in den beiden Winterleitenseen.(Bild: Krone KREATIV/Erlebnisregion Murtal/ Michael Königshofer, Truppenübungsplatz Seetaler Alpe)

Phosphorgranaten, die unter anderem von Großbritannien und Deutschland während des Zweiten Weltkriegs über dem Murtal abgeworfen wurden, treten durch Erdrutsche und Schneefälle an die Oberfläche. Das Gefährliche: Weißer Phosphor entzündet sich, sobald er mit Sauerstoff in Kontakt kommt, und brennt mit über 1000 Grad Celsius ab.

„Wir können nicht das ganze Naherholungsgebiet sperren“, sagt Hofer und ruft zur Vorsicht auf. Die schillernden Gebilde sollen keinesfalls aus den Seen entnommen werden, stattdessen soll man sich unter 0664/6223450 melden. „Unsere Spezialisten sind vor Ort. Wir haben neue Warnschilder am Fundort aufgestellt und werden die Oberfläche absuchen.“

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