Der erste Wasserstoffbus wird Mitte November seinen Betrieb in Villach aufnehmen. Mit einer Kooperationsvereinbarung will das Land Kärnten die Bemühungen in Richtung Wasserstoff in den nächsten Jahren weiter stark ausbauen.
Komplett ohne Emissionen und nahezu lautlos ist der neue Wasserstoffbus unterwegs. Etwa 350 Kilometer weit kann der Bus mit einer Tankfüllung Wasserstoff fahren. „Mit der Roadmap Wasserstoff in Kärnten hat das Land eine konkrete Strategie gefasst, um die Technologie weiter auszubauen“, schildert Landesrat Sebastian Schuschnig. Bereits im Dezember sollen fünf emissionsfreie und mit recyceltem Wasserstoff betankte Busse im Villacher Liniennetz unterwegs sein.
Tankstellennetz geplant
Die Tankfüllung für die Busse kommt im Moment noch aus Wien - ab Anfang des Jahres 2024 soll aber bereits die erste Wasserstofftankstelle in Betrieb gehen. „Die Genehmigungen dafür sind bereits erfolgt“, berichtet Postbus-Vorständin Silvia Kaupa-Götzl. Bei Infineon wird bereits an der ersten Elektrolyse-Anlage gearbeitet. Schuschnig: „Dort wird der Wasserstoff aus der Produktion aufbereitet und dann weiter an die Tankstelle geleitet.“ Die Wasserstoffnutzung soll in den nächsten fünf Jahren in Kärnten vervierfacht werden. Bis zu 40 Wasserstoffbusse und ein Tankstellennetz an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten ist geplant.
Kärnten als Vorreiter
Das Land hat dafür bereits eine eigene Strategie entwickelt und ist auch das erste österreichische Bundesland, das mit dem Verein WIVA P&G (Verein zur Förderung von Forschung und Entwicklung von Technologien im Bereich Wasserstoff und erneuerbare Gase) eine Kooperation abgeschlossen hat. Die Vereinbarung wurde Montag im Rahmen des in Villach stattfindenden Wasserstoffgipfels unterzeichnet. In weiterer Folge möchte man auch Unternehmen über die Möglichkeit der Wasserstoffproduktion informieren.
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