Drei Viertel der Befragten sehen Österreich auf dem falschen Weg. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes IPSOS hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Nur etwa jede vierte Person (26 Prozent) wertet den Weg demnach noch positiv.
Besonders schlecht wird die wirtschaftliche Lage mit 85 Prozent bewertet. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet den Befragten die Zuwanderung (36 Prozent Nennungen), gefolgt von der Inflation (33 Prozent) und dem Gesundheitswesen (30 Prozent). Auf weiteren Plätzen landen Kriminalität und Gewalt (28 Prozent) sowie Armut und soziale Ungleichheit (21 Prozent). Den größten Zuwachs bei den Themen, um die sich die Befragten sorgen, bekamen in den vergangenen Monaten finanzielle und politische Korruption (19 Prozent Nennungen) sowie militärische Konflikte zwischen Staaten (16 Prozent). Der Klimawandel spielt demnach (14 Prozent) eine untergeordnete Rolle derzeit, ist aber noch unter den Top Ten.
Vor der Zuwanderung haben vor allem Männer und Menschen ab 30 Jahren Angst. Gedacht wird dabei an eine unkontrollierte Zuwanderung und damit verbundene Herausforderung für die Gesellschaft und das Sozialsystem. Im internationalen Vergleich sticht Österreich dabei besonders hervor: Nur in Großbritannien sorgen sich mehr Menschen um die Zuwanderung als hierzulande. Extremismus sehen die Österreicherinnen und Österreicher im internationalen Vergleich hingegen als geringeres Problem.
Das sind die Themen, über die sich die Befragten am meisten Sorgen machen:
Ältere sorgen sich um Gesundheitswesen
Um das Gesundheitssystem sorgen sich in Österreich vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren. Aspekte sind vor allem lange Wartezeiten bei Arztterminen und die Überlastung des Gesundheitssystems. Überdurchschnittlich oft Sorgen machen sich außerdem Menschen ohne Erwerbsarbeit und Niederösterreicherinnen sowie Niederösterreicher.
International ist die Angst vor militärischen Konflikten in allen teilnehmenden Staaten gestiegen, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Dazu dürfte unter anderem der Krieg im Iran beigetragen haben. In Österreich hat IPSOS 800 Menschen ab 18 Jahren befragt, die repräsentativ für die Bevölkerung sind. Die Umfrage wurde im April durchgeführt.
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