In Forstau

Anrainer kämpfen gemeinsam gegen die Naturgefahren

Salzburg
05.05.2026 11:00

Forstau hat eine erste Genossenschaft gegründet, in der Gemeindebürger einen Anteil an der Wildbachverbauung mitfinanzieren. Ein Großprojekt, das jahrelang dauern wird und mehrere Millionen Euro kosten wird.

„Wenn die großen Steine zu rutschen beginnen, hört man von den Bergen her ein dumpfes Grollen“, erzählt Forstaus Bürgermeister Gregor Schwarz (Liste Forstau). Das war zuletzt vor ein paar Jahren nach einer Extremwetterlage der Fall. Und es kann jederzeit wieder passieren. Auch weiter unten und damit das Wohngebiet der Gemeinde treffen.

„Auf unserem Skiberg, der Fager, lauern große Geschiebemassen. Diese könnten uns in einem hundertjährigen Hochwasser bedrohen, sobald diese zu rutschen beginnen“, erklärt Schwarz. Der Ortskern von Forstau befindet sich zudem in einer roten Wildbachzone, ist also hochwassergefährdet. In diesem Bereich Neubauten zu errichten, ist daher zurzeit verboten. Zuerst müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Feuerwehr und Schule müssen noch ein bisschen mit der Sanierung warten.
Feuerwehr und Schule müssen noch ein bisschen mit der Sanierung warten.(Bild: Andreas Tröster)

Diesbezüglich hat Forstau nun aber einen großen, wichtigen Schritt geschafft: Mit voriger Woche ist es gelungen, eine erste Genossenschaft für die Verbauung der Wildbäche zu gründen. Bedeutet: Anwohner in der Gefahrenzone beteiligen sich finanziell an dem Schutzbau.

Als „Generationenprojekt“ bezeichnet Schwarz das Vorhaben, für dessen ersten Abschnitt in einer Schätzung aus 2024 5,3 Millionen Euro kalkuliert wurden. Über mehrere Jahre sollen zuerst hohe Betonbauwerke errichtet werden, die im Falle des Falls Geschiebemassen abhalten und ableiten.

Der generalsanierte Kindergarten
Der generalsanierte Kindergarten(Bild: Andreas Tröster)

Bereits vollendet ist die Generalsanierung des Kindergartens für 1,3 Millionen Euro. Zwei Brücken, die Aubrücke und die Bodenbrücke, wurden ebenfalls saniert, für rund 600.000 Euro.

Die Sanierung der Schule, die sich im selben Gebäude befindet wie die Feuerwehr, muss noch etwas warten. Alles auf einmal durchzuführen, würde das Budget sprengen. Gespart wird in Forstau anderweitig: „Kleinvieh macht auch Mist“, lacht Gregor Schwarz. Sei es bei Ausflügen, die die Gemeinde plant, oder bei Zuschüssen zu einer Tourismuskarte.

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