Es gibt ein „Aber“

ÖSV-Meister weiterhin ohne Platz im Kader

Sport
04.05.2026 17:15

Vor wenigen Wochen stand er bei den österreichischen Meisterschaften im Slalom ganz oben auf dem Podest. Doch bei der Kaderbekanntgabe für die Saison 2026/27 geht Skifahrer Christoph Meissl leer aus. Es ist die Fortsetzung einer ewigen Geschichte. 

Vor einigen Wochen sorgte ein Skifahrer aus Salzburg bei den österreichischen Meisterschaften für eine riesengroße Überraschung: Christoph Meissl. Der Bischofshofener krönte sich im Slalom zum heimischen Champion – vor Namen wie Joshua Sturm, Adrian Pertl, Jakob Greber und Johannes Strolz. Was Meissl von genannten Konkurrenten unterscheidet? Der 26-Jährige fuhr bis dato kein einziges Weltcuprennen, zählte auch nicht zum ÖSV. Und daran wird sich in naher Zukunft auch nichts ändern. 

„Ich war immer ein Grenzfall“
Bei der Bekanntgabe der Kader des heimischen Skiverbands am Montag taucht sein Name erneut nicht auf. Obwohl er in der FIS-Weltrangliste im Slalom schon rund um die Top-50 platziert war, jetzt als Österreichs Nummer neun in die kommende Saison geht. „Ich bin leider nie reingekommen“, sagt Meissl, der damit weiter auf sich allein gestellt ist.

In den vergangenen Jahren ging er einen enormen Aufwand. Die Ski richtete er sich selbst her, bei mehreren internationalen Gruppen – wie etwa bei den Briten, US-Amerikanern und auch dem Belgier Armand Marchand – konnte er immer wieder mittrainieren. Nicht zuletzt war und ist die finanzielle Aufgabe aber riesengroß. „Ich muss pro Saison mit etwa 30.000 Euro rechnen und schaue genau drauf, wo ich sparen kann. Ich habe bislang aber immer Verluste gemacht“, sagt der Skifahrer, der seinem Umfeld (Familie, Skiclub, Bergbahnen Werfenweng) dankbar ist. Selbst arbeitet er beim Maschinenring und versucht so, sich einen Teil der Summe zu finanzieren. 

Das gilt auch für die kommende Saison. Denn Stand jetzt möchte Meissl seine Laufbahn fortsetzen. Der ÖSV habe dem Staatsmeister in Aussicht gestellt, die ersten Rennen im Europacup kommende Saison ohne Qualifikation absolvieren zu können. Für ihn ein entscheidender Faktor – neben den Kosten. „Ich möchte das meiste der erforderlichen Summe zusammenbekommen. Dann kann man das schon machen“, sagt Meissl.

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