Der Drogenkonsum in Kärnten bereitet Sorgen – nicht „nur“ der Polizei. Auch die Politik zerbricht sich diesbezüglich den Kopf. Die ÖVP sieht jedenfalls dringenden Handlungsbedarf.
„Ich erinnere mich: 2018 hat die zuständige Landesreferentin versucht zu beruhigen. 25 Drogentote – das sei ein statistischer Ausreißer. Die Zahlen in Kärnten haben sich aber mittlerweile auf diesem hohen Niveau eingependelt“, so ÖVP-Klubobmann Markus Malle bei einer Pressekonferenz in Villach. Die Drogensituation im Land sei demnach alarmierend.
„Wir haben das Problem der ,Freizeit-Kokser‘. Sprich: Suchtgift im Allgemeinen ist günstiger geworden – hat dafür höhere Qualität und ist leichter erhältlich. Man kann mittlerweile schon von Alltagsdrogen sprechen. Allein im vergangenen Jahr sind in Kärnten 481 Suchtgiftlenker aus dem Verkehr gezogen worden. Das ist eine Zunahme von 50 Prozent gegenüber dem Jahr davor“, so Malle, der im Zuge dessen auch verpflichtende Drogen-Präventionsmaßnahmen an Schulen fordert – im Optimalfall in Ober- und Unterstufen. „Aktuell kann jeder Direktor selbst entscheiden, ob er das möchte oder nicht.“
„Abwassermonitoring in Villach“
Sein Parteikollege, der Villacher Stadtrat Christian Pober, ergänzt die „Anti-Drogen-Wunschliste“: „Die Polizei in Villach macht eine sehr gute Arbeit. Aber gerade im Kampf gegen Suchtgift braucht es gezielteren Personaleinsatz. Zudem fordern wir schon seit 2019, dass auch Villach beim Abwassermonitoring miteinbezogen wird. Nur so kann die aktuelle Drogensituation richtig eingeschätzt werden. Doch das wird von SPÖ-Seite abgelehnt.“
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