Blau-schwarzer Wirbel

Koalitionszwist: Khom versteht Aufregung nicht

Steiermark
04.05.2026 07:40

Der Alleingang des ÖVP-Finanzlandesrats sorgte beim Koalitionspartner und auch in der eigenen Partei für teils heftige Irritationen. Seine Parteichefin macht ihm aber die Mauer.

„Ein unprofessioneller Alleingang!“, „Ein Bundesland kann man nicht wie einen Forstbetrieb führen“, „Das nächste Foul!“ – nur ein Auszug der Reaktionen zu ÖVP-Landesrat Willibald Ehrenhöfer, die gestern in unserer Redaktion eingetrudelt sind. Wohlgemerkt stammen all diese Zitate aus der eigenen Partei. Dass der ehemalige Top-Manager in einem Alleingang mit Gabriel Felbermayr, Tina Ehrke-Rabel und Christian Köck drei externe Experten an Bord geholt hat, um die Landesfinanzen zu durchleuchten, ließ bei vielen den Hut hochgehen.

Vor allem beim Koalitionspartner. Nach eineinhalb Jahren sah sich Landeshauptmann Mario Kunasek erstmals gezwungen, dem Partner öffentlich zu widersprechen – und das, wie berichtet, mit klaren Worten. Gestern legten die Freiheitlichen nach: Man wolle betonen, dass es nicht richtig sei, dass Ehrenhöfer, wie kolportiert, die Hälfte der Einsparungen in Höhe von 106 Millionen Euro für das laufende Budget alleine gestemmt habe. „Der Finanzreferent hat zwölf Millionen aus seinen Ressorts beigesteuert, 48 Millionen wurden aus dem Investitionstopf aufgebracht und dabei handelt es sich um Sonderinvestitionsvorhaben aller Regierungsmitglieder“, betont man seitens der FPÖ. Im ersten Ärger sollen einige gar mit Neuwahlen kokettiert haben – gegenüber der „Krone“ wurde dies aber glaubwürdig dementiert.

Khom war vorab informiert
Auch ÖVP-Chefin Manuela Khom weist derartige Gerüchte ins Reich der Fabeln. „Ich verstehe generell die Aufregung nicht, nur weil der Wirtschaftslandesrat unabhängige Experten an Bord holt, um die Strukturen zu durchleuchten. Natürlich bleibt die Ressortverantwortlichkeit unangetastet.“ Khom sieht die Angelegenheit also entspannt – selbstverständlich habe Ehrenhöfer sie im Vorfeld auch informiert. „Wir sind eben eine Koalition aus zwei Parteien, manchmal gibt’s da unterschiedliche Zugänge.“

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