Seit Jahren wird alles spürbar teurer – das bekommt auch die Musikkapelle in der Flachgauer Gemeinde Hof zu spüren. Kapellmeister Josef Stöllinger ist froh, dass die Förderungen stets angepasst wurden, sonst würde es nämlich brenzlig.
70 Mitglieder darf Kapellmeister Josef Stöllinger in der Trachtenmusikkapelle Hof vereinen. Eine stolze Anzahl, wie er sagt. Doch 70 Mitglieder brauchen Tracht und Instrumente, müssen Material reparieren lassen, reisen zu Veranstaltungen im ganzen Land.
Treibstoffkosten bei Reisen zusätzliche Belastung
Die Kosten dafür steigen, wie der hauptberufliche Mittelschul- und Musiklehrer schildert: „Wir spüren überall die Preissteigerungen. Nach Corona ist alles stetig teurer geworden. Gerade bei unseren Musikreisen sieht man das auch.“ Nicht selten ist die Hofer Kapelle zu Veranstaltungen eingeladen. Die aktuellen Treibstoffkosten lassen Busreisen teurer werden – das schlägt sich auf das Vereins-Geldbörserl nieder.
Aber wie finanziert eine Kapelle diesen ganzen Aufwand? „Bei den Reisen ist es so: Wenn es überbordend viele Termine sind, fahren die Mitglieder gerne auch mal in Fahrgemeinschaften und wir fahren nicht mit dem Bus.“
Gemeinde fördert, Bürger spenden
Das hilft zwar, aber den Großteil der Ausgaben deckt die Kapelle über Förderungen der Gemeinde ab. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass die Subventionen immer an die Inflation angepasst werden, da sind wir sehr dankbar. Ohne diese Erhöhungen würde es brenzlig werden.“
Dazu schafft die Kapelle es, über eigene Veranstaltungen Gelder zu lukrieren. Und der 30-Jährige ist besonders stolz auf eine Sache: „Wir erhalten immer wieder Spenden von Bürgern oder Unternehmen. Das hilft enorm beim Instrumentenkauf. Und es zeigt, dass wir als Musikverein wertgeschätzt werden.“
Geld fließt in die Nachwuchsarbeit
Ein Großteil der Subventionen läuft übrigens in die Nachwuchsarbeit. Das heißt konkret, dass junge Musiker bei ihrem Unterricht gefördert werden. So schaffe es der Verein, die Mitgliederanzahl stets zu halten und Abgänge zu kompensieren. Das alles funktioniere seit Beginn an sehr gut – aber grundsätzlich heißt es: Ohne Subvention, koa Musi!
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