Mit Anfang Juni steigen die Materialkosten für viele Wohnbauträger bereits um zehn Prozent. Womöglich ist das nur der Anfang der Preissprünge. Die erhöhten Kosten können sich auch bald am Wohnungsmarkt bemerkbar machen.
Trotz des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran sind die Auswirkungen des Konflikts auf die Weltwirtschaft groß. Die wichtige Straße von Hormuz ist nach wie vor für Schiffe nicht passierbar. Die Folgen davon werden langsam auch abseits der Spritpreise spürbar. „Ein großer Baustofflieferant hat uns kürzlich einen Brief geschrieben“, berichtet Stephan Gröger, Geschäftsführer des gemeinnützigen Bauträgers Heimat Österreich.
„Mit 1. Juni wird ein Großteil der Baustoffe um zehn Prozent teurer. Wenn man weiß, dass sich die Baukosten je zur Hälfte aus Material und Arbeit zusammensetzen, kann man sich ausrechnen, was das heißt“, erklärt Gröger. Konkret: Die gesamten Baukosten steigen durch diese Verteuerung der Baustoffe um fünf Prozent.
Das sei allerdings nur ein erster Schritt. Wie sich die Kosten weiterentwickeln, kann angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten niemand voraussagen. „Wenn das so weitergeht, wird man sich in der Wohnbauförderung etwas überlegen müssen“, appelliert Gröger an die Politik.
Vermehrt Mietwohnungen in den Landgemeinden
Auf einer anderen Baustelle gibt es für die Landesregierung aber Lob von Gröger. „Es ist positiv, dass sie das Raumordnungsgesetz angepasst haben. Durch die Widmungskategorie ,förderbarer Wohnbau’ sind jetzt mehr Grundstücke verfügbar“, sagt der Wohnbau-Manager.
Das gelte vor allem auch für Gemeinden abseits der Stadt, die diese Widmungskategorie nun öfter nutzen würden. Dadurch werden jetzt auch in Landgemeinden vermehrt geförderte Mietwohnungen gebaut.
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