Heli am Wörthersee

Wasserretter starten mit Übung in den Sommer

Kärnten
02.05.2026 18:00

Im wohl größten Badeplatz Kärntens, dem Klagenfurter Strandbad, wurde der Sommerbeginn mit der Jahresübung der Wasserrettung eingeläutet. Gleich vier typische Szenarien probten die Ehrenamtler für den Ernstfall.

Ein Doppelpfiff, Befehlsausgabe und plötzlich wird es ernst. Wenn es im Strandbad in Klagenfurt zwischen Tausenden wuselnden Badegästen schnell gehen muss, ist die Wasserrettung mitten drin statt nur dabei. Deswegen übten die Ehrenamtler pünktlich zum Saisonstart am Samstag für den Ernstfall. „Gerade jetzt ist die Wiederholung wichtig. Außerdem lernen wir bei jeder Übung, bilden uns weiter, tauschen uns aus. Es gibt immer neue Ansätze“, erklärt Wilfried Kammerer. Er ist Leiter der ÖWR-Einsatzstelle Klagenfurt.

Das erste Szenario der Jahresübung ist gleich eines, das im Alltag der Rettungskräfte besonders häufig vorkommt: Ein Kind wird vermisst und die Eltern wissen nicht, ob es im Wasser ist oder draußen herumläuft. Die Konzentration der knapp 20 Übungsteilnehmer ist groß. Alle werden von zwei jungen Kollegen als Einsatzleiter eingeteilt, das komplette Strandbad inklusive des Wassers abgesucht, bis das vermeintlich vermisste Kind wieder bei seiner Mutter ist. Im zweiten „Rettungsspiel“ wird reanimiert, denn laut Drehbuch gab es einen Blitzeinschlag und mehrere Verletzte, die zu versorgen sind.

Zivilcourage und Zusammenarbeit
Knapp 40 Rettungsschwimmer hat Kammerer in seiner Truppe, viele haben zusätzliche Ausbildung im Tauchen, sind Bootsführer oder Fließwasserretter. Am starken Wochenenden sind bis zu 30 Wasserretter im Einsatz im Strandbad. „Die Fläche ist riesig und an guten Tagen sind mehr als 16.000 Badegäste vor Ort.“ Mit zwei Booten wird ein Teil des Wörthersees abgedeckt, wobei bei größeren Einsätzen auch mit anderen Einsatzstellen zusammen gearbeitet wird. Besonders loben möchte Kammerer auch helfende Badegäste: „Wir kennen natülich viele und, wenn es zu medizinischen Notfällen kommt, ist fast immer ein Arzt hier, der sofort unterstützt. Außerdem helfen uns oft Badegäste bei Personensuchen.“

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„Gerade jetzt zum Saisonstart sind diese Übungen wichtig. An schönen Tagen sorgen wir mit dem Bademeister für die Sicherheit von 16.000 Gästen.

Wilfried Kammerer, ÖWR Klagenfurt

Kooperiert wird bei der Wasserrettung vor allem auch mit anderen Einsatzkräften. Deswegen waren bei der Jahreseinsatzübung Feuerwehr und Rettung dabei. Das dreiköpfige Team des Öamtc-Rettungshubschraubers „Christophorus 11“ landete – wie in einem echten Ernstfall – auf der Nordbrücke im Strandbad. Im dritten Übungsszenario muss nämlich erst ein Ruder, vom Boot aus, aus dem Wasser gezogen und später medizinisch versorgt werden. Dann wird er an das Heli-Team übergeben.

Nach einem vermeintlichen Blitzschlag wird reanimiert.
Nach einem vermeintlichen Blitzschlag wird reanimiert.(Bild: Elisabeth Nachbar)
Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde das Bootshaus gelöscht.
Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde das Bootshaus gelöscht.(Bild: STW/Helge Bauer)
Das „C11“-Team landete auf der Brücke.
Das „C11“-Team landete auf der Brücke.(Bild: STW/Helge Bauer)
Das „C11“-Team landete auf der Brücke.
Das „C11“-Team landete auf der Brücke.(Bild: STW/Helge Bauer)

Die Männer der Feuerwehr kommen beim letzten Tagesordnungspunkt zu Hilfe: Ein Bootshaus brennt, die Feuerwehr löscht landseitig, die Wasserrettung unterstützt vom Boot aus.

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