Sag‘s dem Fiedler

Helmut Fiedler verspricht, „Vollzeit da zu sein“

Niederösterreich
02.05.2026 11:00

An fünf Terminen wird Neunkirchens FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler mit seinem rotweißroten Tisch unter dem Motto „Sag‘s dem Fiedler“ die Bürger emfpangen, um ihnen ein offenes Ohr zu schenken. Auftakt war am ersten Mai am Hauptplatz in Neunkirchen. 

Noch 29 Tage sind es bis zu Wahl. Helmut Fiedler, FPÖ-Landesgeschäftsführer und Landtagsabgeordneter, setzt im Wahlkampf auf Bürgernähe. Denn, und das verspricht er, sollte er Bürgermeister werden, werde er auch nach der Wahl laufend mit den Bürgern auf Tuchfühlung gehen. „Nicht im Rathaus, sondern auf der Straße“. Und er verspricht, dass er sein Amt als Landesgeschäftsführer zurücklegen wird. „Neunkirchen hat sich einen Vollzeitbürgermeister verdient“, so Fiedler. Sein Landtagsmandat werde er jedoch behalten. 

Zitat Icon

Wenn ich Bürgermeister werde, werde ich mein Amt als FPÖ-Landesgeschäftsführer zurücklegen. 

Helmut Fiedler, FPÖ-Spitzenkandidat

Fiedler wünscht sich mehr Wertschätzung für Gemeindemitarbeiter
Finanziell setzt er auf vernünftige Haushaltskonsolidierung, etwa durch langfristige Einsparungen bei Personalkosten. Einrichtungen wie das Hallenbad müssen erhalten bleiben, allerdings sieht er enormes Einsparpotenzial bei Energiekosten. Und er wünscht sich auch mehr Wertschätzung den Gemeindearbeitern gegenüber. „Viele sagen, ihre Arbeit wird einfach nicht gesehen und niemand darf mehr selbst etwas entscheiden“, so Fiedler.

Ernst Stangl nutzte die Gelegenheit, beim ersten Termin von „Sag‘s dem Fiedler“ das Wort zu ...
Ernst Stangl nutzte die Gelegenheit, beim ersten Termin von „Sag‘s dem Fiedler“ das Wort zu ergreifen. Die nächsten Termine sind am 8.5. um 11 Uhr am Hauptplatz in Neunkirchen, am 12.5. um 15 Uhr vor der Kirche in Peisching, am 15.5. um 9 Uhr wieder am Hauptplatz von Neunkirchen und am 19.5. ab 13 Uhr vor der Kapelle in Mollram.(Bild: Doris Seebacher)

Ein zentrales Thema ist für ihn auch die Belebung der Innenstadt, etwa durch mehr Wohnraum. „Dann siedeln sich hier auch wieder neue Unternehmen an“, hofft er. Im Wahlkampf möchte er auch gezielt Nichtwähler – junge Menschen, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund – ansprechen, denn bei der letzten Wahl lag die Wahlbeteiligung nur bei 52 Prozent.

„Kein Wahlkampf unter der Gürtellinie“ – oder doch?
Prognosen für einen Wahlausgang möchte er keine abgeben. „Das wäre unfair den Neunkirchnern gegenüber“. Und er betont: „Wir machen keinen Wahlkampf unter der Gürtellinie“.

Die ÖVP sieht das jedoch anders. ÖVP NÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner dazu:  „Das ist ja lieb, wenn sich einer selbst dafür lobt, dass er seit vier Wochen etwas arbeitet. Wir tragen seit 16 Jahren Verantwortung für Neunkirchen – ganz ohne Skandale und Randale“.  Der Druck auf Fiedler sei  enorm. „Seine Angst vor dem eigenen Parteichef Kickl ist groß. Denn von diesem Wahlausgang hängt sein weiteres politisches Schicksal ab“, weiß Zauner. 

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