An fünf Terminen wird Neunkirchens FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler mit seinem rotweißroten Tisch unter dem Motto „Sag‘s dem Fiedler“ die Bürger emfpangen, um ihnen ein offenes Ohr zu schenken. Auftakt war am ersten Mai am Hauptplatz in Neunkirchen.
Noch 29 Tage sind es bis zu Wahl. Helmut Fiedler, FPÖ-Landesgeschäftsführer und Landtagsabgeordneter, setzt im Wahlkampf auf Bürgernähe. Denn, und das verspricht er, sollte er Bürgermeister werden, werde er auch nach der Wahl laufend mit den Bürgern auf Tuchfühlung gehen. „Nicht im Rathaus, sondern auf der Straße“. Und er verspricht, dass er sein Amt als Landesgeschäftsführer zurücklegen wird. „Neunkirchen hat sich einen Vollzeitbürgermeister verdient“, so Fiedler. Sein Landtagsmandat werde er jedoch behalten.
Wenn ich Bürgermeister werde, werde ich mein Amt als FPÖ-Landesgeschäftsführer zurücklegen.
Helmut Fiedler, FPÖ-Spitzenkandidat
Fiedler wünscht sich mehr Wertschätzung für Gemeindemitarbeiter
Finanziell setzt er auf vernünftige Haushaltskonsolidierung, etwa durch langfristige Einsparungen bei Personalkosten. Einrichtungen wie das Hallenbad müssen erhalten bleiben, allerdings sieht er enormes Einsparpotenzial bei Energiekosten. Und er wünscht sich auch mehr Wertschätzung den Gemeindearbeitern gegenüber. „Viele sagen, ihre Arbeit wird einfach nicht gesehen und niemand darf mehr selbst etwas entscheiden“, so Fiedler.

Ein zentrales Thema ist für ihn auch die Belebung der Innenstadt, etwa durch mehr Wohnraum. „Dann siedeln sich hier auch wieder neue Unternehmen an“, hofft er. Im Wahlkampf möchte er auch gezielt Nichtwähler – junge Menschen, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund – ansprechen, denn bei der letzten Wahl lag die Wahlbeteiligung nur bei 52 Prozent.
„Kein Wahlkampf unter der Gürtellinie“ – oder doch?
Prognosen für einen Wahlausgang möchte er keine abgeben. „Das wäre unfair den Neunkirchnern gegenüber“. Und er betont: „Wir machen keinen Wahlkampf unter der Gürtellinie“.
Die ÖVP sieht das jedoch anders. ÖVP NÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner dazu: „Das ist ja lieb, wenn sich einer selbst dafür lobt, dass er seit vier Wochen etwas arbeitet. Wir tragen seit 16 Jahren Verantwortung für Neunkirchen – ganz ohne Skandale und Randale“. Der Druck auf Fiedler sei enorm. „Seine Angst vor dem eigenen Parteichef Kickl ist groß. Denn von diesem Wahlausgang hängt sein weiteres politisches Schicksal ab“, weiß Zauner.
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