Schulspione unterwegs

Niederösterreich drückt in Estland die Schulbank

Niederösterreich
02.05.2026 13:00

Nach dem inspirierenden Einblick in Finnlands Bildungssystem führte die Reise der Delegation rund um ÖVP-Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister weiter nach Estland – ein kleines Land, das im PISA-Ranking weltweit immer unter den besten Zehn liegt. 

In Tallinn besuchte die Delegation eine der besten Schulen des Landes. Neben moderner Ausstattung, eigenem Hallenbad (fast jede Schule in Estland verfügt über ein Schwimmbecken) und Gratis-Schulessen beeindruckt vor allem die Vielfalt: Musik, Kunst, Entrepreneurship und Robotik sind fixer Bestandteil des Alltags.

Auch bei der estnischen Bildungsdirektion holte man sich Anregungen für unser Schulsystem.
Auch bei der estnischen Bildungsdirektion holte man sich Anregungen für unser Schulsystem.(Bild: Doris Seebacher)
(Bild: Doris Seebacher)
Fast jede Schule in Estland verfügt über ein eigenes Schwimmbad.
Fast jede Schule in Estland verfügt über ein eigenes Schwimmbad.(Bild: Doris Seebacher)
Christiane Teschl-Hofmeister und Christian Moser (re.) gemeinsam mit Meelis Kond, dem Direktor ...
Christiane Teschl-Hofmeister und Christian Moser (re.) gemeinsam mit Meelis Kond, dem Direktor der estnischen Vorzeigeschule „21. Schule“. Mit rund 1.400 Schülern ist diese einer der größten in Estland, die alle Schulstufen von der 1. bis 12. Klasse abdeckt.(Bild: Doris Seebacher)
Interessante Einblicke auch in die Räumlichkeiten des Chemielabors.
Interessante Einblicke auch in die Räumlichkeiten des Chemielabors.(Bild: Doris Seebacher)
Robotik wird auch anhand von Lego spielerisch erlernt.
Robotik wird auch anhand von Lego spielerisch erlernt.(Bild: Doris Seebacher)
Interessantes und viel Lehrreiches nahm die Niederösterreichische Delegation rund um Landesrätin ...
Interessantes und viel Lehrreiches nahm die Niederösterreichische Delegation rund um Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Wirtschaftskammer und Bildungsdirektion mit aus Estland..(Bild: Doris Seebacher)
Zur Begrüßung gaben die Schüler der 21. Schule ihre Gesangskünste zum besten.
Zur Begrüßung gaben die Schüler der 21. Schule ihre Gesangskünste zum besten.(Bild: Doris Seebacher)
Auch das Künstlerische kommt in Estlands Schulen nicht zu kurz.
Auch das Künstlerische kommt in Estlands Schulen nicht zu kurz.(Bild: Doris Seebacher)
Bereits ab der ersten Schulstufe lernen die Kinder, mit digitalen Medien umzugehen.
Bereits ab der ersten Schulstufe lernen die Kinder, mit digitalen Medien umzugehen.(Bild: Doris Seebacher)

Trotz begrenzter Mittel zählt Estland seit Jahren weltweit zu den Top-Nationen beim PISA-Test. Mit nur 1,3 Millionen Einwohnern hat sich das Land vor allem durch seine konsequente Digitalisierung einen Namen gemacht: Kinder lernen hier bereits am sieben Jahren spielerisch den Umgang mit Technologie, Programmieren und künstlicher Intelligenz.

„Die Schüler fühlen sich wohl in unseren Schulen – und sie wissen, dass sich Leistung lohnt“, nennt die estnische Bildungsdirektion eine der Gründe für die gute Bildung. Vertrauen in Lehrer und Schulen wird in Estland großgeschrieben.

„Mindset“ in Estland ist anders als bei uns
Und genau das hinterließ Eindruck. Für Teschl-Hofmeister ist klar: „Hier wird Leistung als ein positiver Wert angesehen“. Für sie liegt das bessere Abschneiden der Esten nicht an der schulischen Ausstattung, sondern am „Mindset“. „Wir haben dieselben Tools, aber die Einstellung, dass Bildung die Grundlage für jede Zukunft ist, die fehlt bei uns“. Sie wünscht sich dabei vor allem auch ein besseres Mitwirken der Eltern. „Und nicht das Abschieben der Bildung auf das System“.

Diese enorme Wertschätzung, die in Estland der Bildung entgegengebracht wird, schätzt auch Moser. „Vertrauen, Flexibilität und das Vertrauen der Regierung in die Schulen sind hier deutlich zu spüren“, so Moser.  

Für die Delegation war es auf jeden Fall eine erfolgreiche Reise. „Jetzt geht es darum, auch bei uns Dinge – vielleicht auch in einem Pilotprojekt – einfach einmal auszuprobieren“, so Moser.

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