Diese Anrainer sind Helden: Sie bemerkten um 1.40 Uhr früh, dass es auf einem Bauernhof im oberösterreichischen Katsdorf brannte, retteten zwei Bewohner und mehrere Schafe. 200 Feuerwehrleute kämpften dann gemeinsam gegen die Flammen.
Das berichtet das Bezirksfeuerwehrkommando Perg: In den frühen Morgenstunden, gegen 1.40 Uhr früh, gingen mehrere Notrufe bei der Feuerwehr ein. Gemeldet wurde ein Vollbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Ortschaft Edt, Gemeinde Katsdorf.
Anrainer waren durch ungewöhnliche Geräusche auf den Brand aufmerksam geworden, schlugen umgehend Alarm und handelten vorbildlich: Noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte konnten sie die beiden Hausbewohner aus dem Gebäude retten und in Sicherheit bringen. Auch mehrere Schafe wurden durch Nachbarn aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Das Zusammenspiel der vielen Kräfte funktionierte gut, die Abläufe verliefen Schlag auf Schlag und alle arbeiteten Hand in Hand.
Hannes Mayböck, Einsatzleiter und Kommandant FF Lungitz
Windböen fachten die Flammen zusätzlich an
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Wirtschaftstrakt bereits in Vollbrand. Starke Windböen fachten das Feuer zusätzlich an und führten zu erheblichem Funkenflug, wodurch eine Ausbreitung auf umliegende Bäume begünstigt wurde. Diese mussten laufend kontrolliert und abgelöscht werden. Aufgrund der abgelegenen Lage des Objekts musste eine rund zwei Kilometer lange Zubringerleitung gelegt werden. Zusätzlich unterstützten mehrere Landwirte die Einsatzmaßnahmen mit Vakuumfässern.
Schafe mit Drohne gesucht
Einige Schafe wurden von der Feuerwehr mit der Drohne gesucht und wieder eingefangen. Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl im Innen- als auch im Außenangriff und dauerte bis in die Morgenstunden an. Trotz des massiven Einsatzes konnte der Wirtschaftstrakt nicht mehr gerettet werden und wurde vollständig zerstört.
Ein Teil des angrenzenden Wohnbereichs konnte jedoch erfolgreich geschützt und vor den Flammen bewahrt werden. Insgesamt standen an die 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Die Brandursache wird noch ermittelt.
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