Kritik nach Spritztour

Kid Rock flog mit Hegseth in Armee-Hubschraubern

Außenpolitik
28.04.2026 13:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Kriegsminister Pete Hegseth hat den Musiker Kid Rock – einen treuen Trump-Unterstützer – zu einem Ausflug in Kampfhubschraubern mitgenommen. Die Spritztour auf Steuerzahlerkosten sorgt für heftige Kritik.

Er habe sich mit seinem „Freund“ und einigen US-Armeepiloten zu einem Flug getroffen, schrieb Hegseth auf X (siehe unten). Kid Rock sei ein „Patriot und großer Unterstützer unserer Truppen“.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom kritisierte, warum Steuerzahler dafür aufkommen sollten, „dass Kid Rock in 100-Millionen-Dollar-Hubschraubern herumfliegt“. Der Demokrat Newsom gehört zu den schärfsten Kritikern der Regierung von US-Präsidenten Donald Trump. Auch unter dem Beitrag des Kriegsminister kritisierten X-Nutzer die Spritztour.

Gegen Standard-Flugvorschriften
Kritik wird auch daran geübt, dass die Maschinen nur mit einem Piloten besetzt waren, damit beide jeweils auf dem zweiten Sitz mitfliegen konnten. Das berichtete ein US-Journalist unter Berufung auf Militärquellen noch vor Hegseths Post. Eine Zivilperson auf diesem Platz ist nur erlaubt, wenn eine Ausnahmegenehmigung auf Generalstabsebene vorliegt. Kid Rock, der weder im Pentagon noch sonst wo eine offizielle Position bekleidet, erfüllt die Standardvoraussetzungen dafür aber eigentlich nicht.

Laut dem Journalisten flog der Musiker am Montagvormittag (Ortszeit) mit einem Privatjet nach Fort Belvoir im Bundesstaat Virginia und traf dort den Minister. Unklar blieb, woher die eingesetzten Hubschrauber stammten – Apache-Maschinen sind dort nach Angaben des Journalisten nicht stationiert. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte laut dem Senders CNN, die Hubschrauber seien im Rahmen einer Initiative zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA „zur Unterstützung einer Veranstaltung“ eingesetzt worden.

Interne Ermittlungen gestoppt
Es war nicht der erste umstrittene Vorfall dieser Art: Im März hatten Militärpiloten mit Hubschraubern nahe dem Anwesen von Kid Rock in Kentucky in der Luft „gestanden“ und ihn offenbar begrüßt. Konsequenzen gab es nicht: Hegseth stoppte interne Militärermittlungen und hob die Suspendierung der Piloten auf. Kid Rock, der mit bürgerlichem Namen Robert Ritchie heißt, ist ein erklärter Anhänger von Trump.

Tatkräftig hatte er den Republikaner im Präsidentschaftswahlkampf 2024 unterstützt. Der auf einer Ranch in der konservativen Hochburg Tennessee lebende Musiker war nicht nur Star des republikanischen Nominierungsparteitags, sondern tourte auch unter dem Motto „Make America Rock Again“ durchs Land.

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