Verbot gefordert

Grüne wollen Aus für private Schutzhundeausbildung

Niederösterreich
28.04.2026 05:00

Das wird für heftige Diskussionen sorgen! „Sicherheit geht vor. Die private Schutzhundeausbildung in Niederösterreich soll sofort verboten werden“, fordert jetzt Dominic Hörlezeder von den Grünen.

Das Thema ist heiß umstritten. Hintergrund der aktuellen Initiative ist ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom 17. März. Darin wurde klargestellt, dass die Regelung der Schutzhundeausbildung in die Kompetenz der Bundesländer fällt. Damit liegt die Verantwortung für diesen Bereich nun unmittelbar beim Land Niederösterreich. Dominic Hörlezeder, Tierschutzsprecher der Grünen: „Wir fordern deshalb eine rasche gesetzliche Neuregelung. Denn die Sicherheit der Niederösterreicher duldet keinen Aufschub!“

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Die Sicherheit der Niederösterreicher duldet keinen Aufschub!

Dominic Hörlezeder

Hörlezeder sieht in der privaten Schutzhundeausbildung ein enormes Sicherheitsrisiko. „Um einen Hund für den Schutzdienst scharf zu machen, wird gezielt seine natürliche Beißhemmung abgebaut. Das macht die Tiere in Alltagssituationen unberechenbar“, erklärt der Politiker. Laut Hörlezeder warnen Experten davor, dass am Trainingsplatz automatisierte Verhaltensweisen im Alltag durch falsche Reize – wie etwa einen joggenden Menschen oder spielende Kinder - ausgelöst werden können. Besonders gefährlich seien laut dem Grünen Tierschutzsprecher zudem Hunde, bei denen die Ausbildung vorzeitig abgebrochen wurde – hier würde aggressives Verhalten ohne den nötigen Gehorsam gefördert.

Exklusiv für Einsatzkräfte
Neben dem Sicherheitsaspekt führt Hörlezeder auch den Tierschutz an. Die Erziehung von Hunden zu „Waffen“ stelle einen Missbrauch der Tiere dar. „Es gibt keinen sachlichen Grund, warum Privatpersonen ihre Hunde darauf abrichten sollten, Menschen zu beißen!“ Solche Ausbildungsmethoden müssten exklusiv der Polizei und dem Bundesheer vorbehalten bleiben, die strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegen.

Das Bundesland Wien hat beispielsweise schon eine entsprechende Regelung in den Landesgesetzen verankert – Niederösterreich bisher nicht. Ein entsprechender Antrag der niederösterreichischen Grünen wurde jetzt zur Vorberatung dem Rechts- und Verfassungsausschuss des Landtages zugewiesen. 

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