Sa, 21. Juli 2018

"Tyrannischer Rüpel"

10.07.2014 14:36

Wieder Aufsehen um Torontos Skandal-Bürgermeister

Torontos Skandal-Bürgermeister Rob Ford sorgt mit seinem Verhalten erneut für Schlagzeilen. Laut einem Bericht der Zeitung "Toronto Star" vom Mittwoch fiel der durch seine Drogeneskapaden auch international bekannt gewordene Politiker während seines zweimonatigen Aufenthalts in einer Entziehungsklinik durch rüpelhaftes und aggressives Benehmen auf.

"Ford machte Sachen kaputt und stritt sich mit anderen Patienten", zitierte das Blatt einen Zeugen. Der 45-Jährige war erst vor einer Woche in sein Amt zurückgekehrt und strebt im Oktober seine Wiederwahl an.

Tyrannisches Benehmen an den Tag gelegt
Der Bericht des "Star" weckt Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Entzugs. Das Blatt, das auch als erstes über Fords Crack-Konsum berichtet hatte, beruft sich auf drei Quellen, die anonym bleiben wollten - zu ihnen gehört auch ein Mitpatient. Ein Zeuge berichtete, Ford habe bei Therapiesitzungen immer wieder gestört und Mitpatienten durch sein tyrannisches Benehmen eingeschüchtert. "Er sagte immer wieder, dass er hier nichts zu suchen habe." Schließlich sei er aus seiner Gruppe ausgeschlossen worden.

Laut dem Bericht soll die Leitung der Therapieeinrichtung GreeneStone sogar befürchtet haben, dass ihr prominenter Patient während seines Aufenthalts weiter Drogen nimmt. Einen Beleg für ihre Sorge habe sie aber nicht gefunden.

Crack-Konsum nach langem Leugnen eingestanden
Ford hatte Anfang November nach hartnäckigem Leugnen gestanden, Crack konsumiert und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben. Zudem entschuldigte er sich für wiederholte Ausfälle unter Alkoholeinfluss. Als Konsequenz entzog ihm der Stadtrat einen Großteil seiner Machtbefugnisse.

Nach seiner Rückkehr ins Amt beteuerte der 45-Jährige, er befinde sich auf einem "langen Weg der Gesundung". Er habe begonnen, die Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen. Zu den neuen Vorwürfen wollte sich Ford nach Angaben des "Toronto Star" nicht äußern.

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