Elektroautos sind auf dem Vormarsch – doch beim Laden zeigt sich in Städten wie Linz eine entscheidende Schwäche. Wer keine eigene Garage hat, steht oft vor einem Problem, das den Umstieg plötzlich kompliziert macht. Jetzt rückt eine unscheinbare Lösung in den Fokus – direkt am Straßenrand.
Elektroautos sind längst in Linz angekommen – die Ladeinfrastruktur oft noch nicht. Denn während immer mehr E-Autos unterwegs sind, bleibt für viele eine zentrale Frage ungelöst: Wo laden, wenn man keine eigene Garage hat?
„E“-Realität in Linz
Hier wollen die Grünen im kommenden Gemeinderat ansetzen. Klubobmann Helge Langer fordert 100 zusätzliche Ladepunkte im öffentlichen Raum: „Der Umstieg auf Elektromobilität darf nicht jenen vorbehalten bleiben, die ein Eigenheim oder eine private Garage besitzen.“ Denn die Realität in Linz ist klar: Wer keinen eigenen Parkplatz hat, hat es derzeit schwer, ein E-Auto alltagstauglich zu nutzen. Während Supermärkte und Einkaufszentren ihre Ladepunkte ausbauen, bleibt ausgerechnet der öffentliche Raum – also dort, wo die meisten Menschen parken – eine Lücke. Und genau dort kommt eine Idee ins Spiel, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt – aber das Potenzial hat, die Stadt zu verändern: Strom aus der Straßenlaterne.
Berlin und London machen es vor
In Berlin und London ist das längst keine Zukunftsmusik mehr. Dort werden bestehende Laternenmasten zu Ladepunkten umgebaut – mit einer Steckdose auf Hüfthöhe. Für dicht bebaute Viertel ist das eine einfache und kostengünstige Lösung.
Nur so ist die Anschaffung eines E-Fahrzeugs nicht mehr derart stark von der eigenen Wohn- und Parkplatzsituation abhängig, wie es bisher der Fall ist.
Helge Langer, Linzer Grünen-Klubobmann
Förderprogramme nutzen
„Diese Beispiele zeigen, dass es bereits innovative Möglichkeiten gibt, Ladeinfrastruktur rasch auszubauen“, so der Grünen-Klubobmann. Auch finanziell wäre der richtige Zeitpunkt: Förderprogramme von Bund und EU stehen bereit – aber nur befristet. „Gerade in Zeiten des angespannten Stadtbudgets wäre es fahrlässig, diese Mittel nicht zu nützen“, warnt Langer.
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