Arbeitsunfall

Sturz in Pumpspeicherwerk: Große Rettungsaktion

Oberösterreich
16.04.2026 06:32

Eine große Rettungsaktion mit vier beteiligten Feuerwehren lief am Donnerstag in den frühen Morgenstunden im oberösterreichischen Ebensee. Auf der Baustelle des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee war ein Arbeiter tief in einen Schacht gestürzt.

Ein Arbeiter (34) war gegen 4 Uhr früh mehrere Meter tief in einen Schacht gestürzt und schwer verletzt. Eine der vier beteiligten Feuerwehren rückte um 5.27 Uhr wieder ein.

Kurz nach 6 Uhr wurde der Rettungshubschrauber in Ebensee erwartet. Doch erst um 8.10 Uhr hob der „Christophorus 14“ mit dem Schwerverletzten Richtung UKH Linz ab. Die Bergung hatte fast zwei Stunden gedauert.

Maschine schaltete sich plötzlich wieder ein
Inzwischen ist klar was genau passiert ist: Ein 34-jähriger Arbeiter aus Polen war  mit anderen Arbeitern im Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee mit Felsabtragungen beschäftigt und betätigte dabei mit der Funkfernbedienung die Fräsmaschine. Für die Reinigung der Maschine stellte der Arbeiter diese ab und steckte die Fernbedienung in seinen Brustgurt. Die Maschine schaltete sich plötzlich wieder ein und der 34-Jährige verfing sich mit seinem kombinierten Brust-Hüftgurt in dem Fräskopf. 

Kollege betätigte Not-Aus
Von einem anderen Arbeiter wurde der Notschalter getätigt. Die Bergung des Verletzten erwies sich aufgrund der Platzverhältnisse und der Tiefe im Berg als sehr schwierig. Der Abtransport wurde mit der Feuerwehr und Bergrettung durchgeführt. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Schwerverletzte mit dem Rettungshubschrauber in das Unfallkrankenhaus Linz transportiert. 

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