Atomstreit
Iran droht mit Kündigung der Zusammenarbeit
Falls der Atomstreit vor den Sicherheitsrat gebracht werde, sehe sich Teheran gezwungen, jede Kooperation mit der IAEA zu beenden, sagte der iranische Außenminister Mottaki am Freitag. "Die Europäer sollte sich nicht in eine Situation bringen, in der wir keinen Grund für weitere Zusammenarbeit sehen", sagte der Außenminister weiter. Teheran sei aber weiterhin bereit, die Gespräche mit der EU fortzusetzen.
Der Iran sei weiter "ernsthaften und konstruktiven Verhandlungen" interessiert, bemühte sich UNO-Generalsekretär Annan sofort zu beruhigen. Allerdings müsse es dafür "einen zeitlichen Rahmen" geben, sagte Annan am Donnerstag nach einem Telefonat mit dem iranischen Atom-Unterhändler Ali Larijni. Auch westliche Spitzenpolitiker versuchten, die Wogen zu glätten: "Niemand sagt, dass es im UNO- Sicherheitsrat unmittelbare Sanktionen geben muss", sagte US- Außenministerin Rice am Donnerstag.
Nachdem der Iran einseitig seine Urananreicherung wieder aufgenommen hatte, war der EU am Donnerstag der Geduldsfaden gerissen: Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs kündigten an, eine Sondersitzung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzuberufen und diesem zu empfehlen, den UNO-Sicherheitsrat einzuschalten. So weit will es der Iran aber gar nicht kommen lassen: Falls sich der Sicherheitsrat mit dem Thema befasse, "werden die Europäer alle aktuellen Mittel (zur Kontrolle) verlieren", drohte Außenminister Mottaki.
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