War er im Job überfordert, zu faul oder hatte er andere Absichten? Über Monate soll ein Zusteller immer wieder Pakete unterschlagen haben. Am Ende kamen so mehr als 100 Päckchen zusammen, die er allesamt in seinem Auto in der Garage hortete. Jetzt wurde der Verdächtige entlarvt.
Es ist ein kurioser Fall, der die Polizei im Tiroler Oberland in den vergangenen Wochen beschäftigte. Immer wieder waren Pakte verschwunden und unauffindbar. Im Zuge der Ermittlungen geriet dann der Zusteller ins Visier.
Nicht angenommene Pakete behalten
Der 40-jährige Türke soll die Päckchen unterschlagen haben. Und zwar jede Menge! Im Zeitraum von 1. Februar bis Mitte April habe der Verdächtige insgesamt 115 Pakete, „die im Zuge seiner Anstellung als Paketfahrer eines Zustellservices nicht angenommen wurden, in seinem Pkw in einer Garage in Telfs“ gelagert, berichtete die Polizei am Mittwoch.
Zudem gab der Verdächtige an, dass er aufgrund der Vielzahl der täglichen Zustellungen mehrfach für Kunden unterschreiben würde.
Ermittler von der Polizei
Es habe sich vorwiegend um Pakete mit Zeitschriften gehandelt, hieß es weiter. Kurios war auch die Ausrede des Verdächtigen: „Nach der Aufbewahrungsfrist wollte der Paketfahrer die Pakete entsorgen.“ Nach Rücksprache mit der betroffenen Absenderfirma sei dieses Vorgehen freilich so nicht vorgesehen.
Auch Unterschriften gefälscht
Doch damit nicht genug: Der Verdächtige habe zugegeben, „dass er aufgrund der Vielzahl der täglichen Zustellungen mehrfach für Kunden unterschreiben würde.“ Die genaue Schadenssumme ist derzeit nicht bekannt. Der 40-jährige Türke wird auf freiem Fuß angezeigt.
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