Offenbar ein Missverständnis führte zu einer nächtlichen Suchaktion der Bergrettung Schwaz im Vomper Loch im Tiroler Karwendelgebirge nach einem Fotografen aus Deutschland. Der war erstaunt über den Sucheinsatz.
Was mangelnde Kommunikation auslösen kann, erfuhren kürzlich die Einsatzkräfte der Bergrettung Schwaz. Sie mussten eine stundenlange Suchaktion bei heiklen Lawinenbedingungen durchführen, während sich der vermeintliche Abgängige wohlbehalten bei der Ganalm aufhielt, um Landschaftsfotos aufzunehmen.
Auto abends noch am Ausgangspunkt
Der Deutsche war gegen 16 Uhr mit seinem E-Bike am Umlberg (Bezirk Schwaz) ins Vomper Loch gestartet. Gegenüber Augenzeugen gab er die Ganalm als Ziel an. Wann er wieder zurück sein wollte, ließ er offen. Weil das Auto des Deutschen gegen 22 Uhr immer noch am Umlberg stand, verständigten die Augenzeugen die Polizei, die die Bergrettung Schwaz alarmierte.
Der Mann hätte seinen Gesprächspartnern die Dauer der Tour sagen sollen. Der Einsatz war wegen der Lawinensituation fordernd.

Ortsstellenleiter Fred Wallenta
Bild: ZOOM Tirol
„Wir sind mit acht Mann ins Vomper Loch und haben das E-Bike bald gefunden“, schildert Ortsstellenleiter Fred Wallenta. Dann folgten die Einsatzkräfte Fußspuren im Schnee und trafen den Deutschen schließlich wohlbehalten bei der Ganalam (1190 m). Der zeigte sich überrascht über die Suche, die Bergretter rückten wieder ab, nach insgesamt drei Stunden waren sie wieder sicher im Tal.
Alpine Parkuhr hätte Situation gekärt
„Der Mann hätte seinen Gesprächspartnern die Dauer der Tour sagen sollen“, meint Fred Wallenta. Auch das Deponieren einer sogenannten alpinen Parkuhr, die der Alpenverein anbietet, wäre nützlich gewesen. Darauf lässt sich die Rückkehr von einer Tour einstellen. Dieses sinnvolle Utensil ist über den Österreichischen Alpenverein erhältlich.
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