Tierische Einsätze

Nandu und Dachs hielten Tierhilfe auf Trab

Steiermark
09.04.2026 18:00

Ein exotischer Laufvogel in St. Marein bei Graz beschäftigte unlängst die Freiwilligen der Tierhilfe Steiermark. In der Landeshauptstadt kommt es inzwischen auch immer häufiger zu Einsätzen mit Dachsen. Was man tun sollte, wenn man ein verletztes Tier findet und warum die Dachspopulation in Graz noch nicht besorgniserregend ist.

Den größten südamerikanischen Laufvogel sieht man normalerweise nicht in den steirischen Wäldern. Anders war das aber kürzlich in St. Marein bei Graz.

„In der Umgebung ist ein Nandu ausgebüxt. Das sieht man nicht jeden Tag“, erzählt Stefan Fink von der Tierhilfe Steiermark. Gemeinsam mit seinen Kollegen wurde er gerufen, um das Tier einzufangen: „Das gelang uns mit viel Glück und einem Kescher.“

Täglich mehrere Anrufe
So glimpflich gehen aber leider nicht alle Einsätze aus: „Im Jahr 2025 wurden wir 889-mal gerufen, um Tieren zu helfen. Hinzu kommen etwa 50 bis 60 weitere Einsätze, bei denen das Tier schon tot war oder währenddessen verstarb“, sagt Fink.

Was tun, wenn man ein verletztes Tier findet?

  • Fotos oder Videos machen.
  • Das Tier beobachten und nicht aus den Augen lassen.
  • Die Tierhilfe oder einen Tierschutzverein kontaktieren und die Aufnahmen übermitteln.
  • Beim Tier warten, bis die Helfer vor Ort sind.

Unlängst musste die Tierhilfe auch wieder zu einem Einsatz mit einem Dachs in der Landeshauptstadt ausrücken: „Das war heuer unser dritter Dachs-Einsatz in Graz“, erzählt Fink. Der furchtbare Verdacht, das Tier könnte vergiftet worden sein, bestätigte sich nicht: „Vermutlich wurde er mit einem Auto angefahren und war darum benommen.“ Derartige Einsätze häufen sich in Graz: „Das kann ein Zufall sein, vielleicht werden es aber auch immer mehr Tiere“, gibt Fink zu bedenken.

Dachse in der Landeshauptstadt
„Dachse fühlen sich in Graz wohl“, weiß Bezirksjägermeister Stephan Bertuch. Zum Problem werden die Tiere in der Stadt allerdings noch nicht: „Es ist unmöglich zu sagen, wie viele Dachse in Graz leben. Oft werden sie am Schloßberg gesehen. Von einem Problem aufgrund der Anzahl kann man noch lange nicht sprechen“, hält Bertuch fest.

Störend sind Dachse vor allem dann, wenn sie im eigenen Garten zu graben beginnen. Den Jägern sind aber die Hände gebunden: „Wir können sie nur schwer einfangen, da Fallen in Siedlungsgebieten auch Katzen einfangen würden und das wieder ein neues Problem darstellen würde. Die Tiere zu jagen, ist in der Stadt tabu. Am besten eignen sich bauliche Maßnahmen, um den Dachs zu ,vertreiben‘. Also, wenn der Boden nicht mehr attraktiv zum Graben ist – durch große Steine etwa – dann verzieht er sich.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Steiermark

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung