Message, Macht, Medien

Das verrät Orbáns Mastermind knapp vor der Wahl

Ausland
09.04.2026 05:00
Porträt von krone.tv
Von krone.tv

Kurz vor der richtungsweisenden Wahl in Ungarn eine neuen Folge „Message, Macht, Medien“: krone.tv-Podcaster Gerald Fleischmann trifft in Budapest einen Mann, der im Zentrum der ungarischen Politik, Bildung und Medien steht – und sich selbst nicht als Strippenzieher sehen will. Zoltán Szalai, Orbáns Medien-Mastermind und Publizist erklärt, warum er am Sonntag einen weiteren Fidesz-Sieg erwartet. 

Schon zu Beginn räumt Szalai mit dem Image des „Masterminds“ auf: „Diese Vorstellung ist ein bisschen übertrieben“, sagt er fast defensiv. Sein Einfluss und seine Rolle in der Vernetzung internationaler Politiker ist dennoch unbestritten: US-Vizepräsident JD Vance und internationale rechte Denker, wie Tucker Carlson, Alice Weidel und Marine le Pen – er hatte sie alle zu Gast.

Am 12. April wird in Ungarn gewählt, Szalai erwartet einen knappen Sieg für Viktor Orbáns Fidesz: „Mein Gefühl ist, dass Fidesz mit drei, vier, fünf Prozent gewinnen wird.“ Gleichzeitig räumt er ein, dass der Druck größer ist als je zuvor – vor allem von außen. Immer wieder betont er den Einfluss aus Brüssel: „Der finanzielle Druck, der Entzug von Mitteln – das ist täglich spürbar.“ Deswegen wird es diesmal „deutlich knapper als bei der letzten Wahl“. 

In Budapest diskutieren Zoltán Szalai und Gerald Fleischmann über die aktuelle Lage in Ungarn.
In Budapest diskutieren Zoltán Szalai und Gerald Fleischmann über die aktuelle Lage in Ungarn.(Bild: krone.tv)

Auf Vorwürfe über Stimmenkauf reagiert Szalai abwehrend: „Ich sehe keine Beweise dafür.“ Stattdessen spricht er von gezielten Kampagnenbotschaften, die von linken Medien gepusht würden: „Alle zwei Stunden kommen irgendwelche Vorwürfe – oft mit wenig Untermauerung.“

Beim Thema EU verteidigt Szalai Ungarns Vetos als legitimen Ausdruck nationaler Interessen und warnt vor einem „europäischen Superstaat“. Gleichzeitig betont er die ursprüngliche Idee der Union: Frieden durch Handel. Russische Sanktionen bewertet er nicht moralisch, sondern pragmatisch – als potenziellen Schaden für das eigene Land. Die ungarische Linie sei weder pro-russisch noch pro-ukrainisch, sondern „pro-ungarisch“. 

Den ganzen Podcast zur Folge „Orbáns Vordenker im Interview – Hinter den Kulissen des Ungarn-Wahlkampfs“ können Sie hier anhören:

Oder hier anschauen:

Alle Folgen von „Message Macht Medien“ können Sie jetzt auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen und natürlich auf krone.at/podcast anhören. Oder auf krone.tv – immer am Donnerstag um 21.15 Uhr anschauen!

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