Ein leises Surren, ruhige Bewegungen und höchste Präzision – in Niederösterreichs Operationssälen beginnt mittels Roboter-assistierter Chirurgie ein neues Medizin-Zeitalter!
Mit dem neuen System am Universitätsklinikum Krems startet nun eine medizinische Offensive, die das ganze Land erfassen soll“, versichert Landesrat Anton Kasser angesichts der neuen Behandlungstechnik. Schon heute sprechen die Zahlen für sich: Rund 5000 Operationen wurden in Wiener Neustadt und vor allem St. Pölten bereits robotisch durchgeführt – routiniert und erfolgreich. Nun wird die futuristische Technologie Schritt für Schritt in weitere Regionen getragen: Mistelbach, Horn, Baden, Mödling, Amstetten stehen auf der Liste.
Weniger Schmerzen, kürzerer Aufenthalt
Zum Einsatz kommen die Roboter bei onkologischen Tumoroperationen, rekonstruktiven Eingriffen oder generell minimalinvasiven Verfahren. „Gerade in komplexen anatomischen Bereichen ermöglicht die Technik präziseres Arbeiten, unterstützt durch hochauflösende 3D-Visualisierung und feinste Instrumentensteuerung“, versichert Oberarzt Bernhard Grubmüller, der in Krems die Projektleitung übernommen hat. Konkrete Linderung für Patienten: weniger Schmerzen, geringerer Blutverlust, kürzere Spitalaufenthalte.
Prostatakarzinome werden bei uns fast ausschließlich mit diesem System operiert. Als Zentrum bieten wir Hilfe in jeder Hinsicht an.

Dr. Harun Fajkovic (Spitzen-Urologe)
Bild: Imre Antal
Roboter surrt im Dauermodus
„Die Eingriffe verlaufen schonender, Komplikationen können reduziert werden – ein klarer Fortschritt“, so Landesgesundheitsagentur-Vorständin Elisabeth Bräutigam. „Bei uns surrt der Roboter im Dauermodus“, schildert Dr. Harun Fajkovic, Leiter der Urologie in St. Pölten. Der frühere AKH-Toparzt ist österreichweiter Pionier auf dem Gebiet der sogenannten Da-Vinci-Methode. Für seinen Kollegen in Krems war und ist er Ausbildner – direkt an den Stahlhänden.
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