Pensionierte Fachkräfte geben ihr Wissen an Berufseinsteiger weiter. Am Landesklinikum in Baden wurde dieses Modell getestet – und stieß allseits auf positives Echo. Die Übernahme ins Ausbildungssystem wird gefordert.
Susanne Berger genießt bereits ihren Ruhestand – eigentlich. Trotzdem hat die ehemalige Krankenschwester drei Monate lang tageweise Dienst an ihrer früheren Arbeitsstätte versehen. Im Landesklinikum in Baden hat Berger neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter praxisnah in den Stationsalltag eingewiesen.
Wissen und Teamgeist
Die Landesgesundheitsagentur (LGA) nennt das Projekt treffend „Erfahrung trifft Zukunft“. Es geht um die Verknüpfung von theoretischem Wissen mit den praktischen Anforderungen des Pflegeberufes bereits in der Ausbildung. Und wer könnte das wohl besser als Fachkräfte, die bis vor Kurzem selbst in genau diesem Bereich aktiv waren. „Durch diese Dienste gemeinsam mit erfahrenen Teammitgliedern werden pflegerische Kompetenzen systematisch weitergegeben“, zieht Petra Rebol, Leiterin jener Station des Badener Spitals, an der dieses Pilotprojekt durch geführt wurde, eine positive Bilanz: „Es wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch der Teamgeist gestärkt.“ Die klare Empfehlung: Pensionierte Pflegekräfte sollten fix in der Ausbildung verankert werden.
Qualität wird verbessert
Auch Spitalslandesrat Anton Kasser sieht es als „wichtigen Baustein der Personalstrategie“ der LGA, vorhandenes Wissen in der Ausbildung gezielt zu nutzen: „Schließlich ist die Sicherung von qualifiziertem Personal eine der zentralen Anforderungen im Gesundheits- und Pflegebereich.“ Der Wissenstransfer zwischen erfahrenen Pflegekräften und neuen Mitarbeitern stärke zudem die Qualität der Versorgung, betont der Landesrat.
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