Bei den Inlandszielen lag die Steiermark in den Osterferien an vorderster Stelle. Die Skigebiete profitierten von den guten Pistenbedingungen. Dennoch bilanzieren Regionen unterschiedlich.
„Der Termin passt weder zum Ende der Skisaison noch zum Start der Wandersaison“, sagte Markus Leitner, Geschäftsführer der Erlebnisregion Erzberg-Leoben schon vergangene Woche. Betriebe mit Genuss- und Naturprogramm für reifere Paare und Familien hätten aber von solider bis guter Nachfrage zu Ostern berichtet, meint er.
Kurzfristige Buchungen
Der Ostertermin fiel heuer tatsächlich recht früh aus, da sind sich die verschiedenen Regionen einig. Einen Schwung in die Buchungen habe das gute Wetter gebracht. Der Ostersonntag brachte in der Landeshauptstadt etwa warme 25 Grad, auch der Ostermontag erreichte über 20 Grad. „Inhaltlich stehen Sightseeing, Veranstaltungen und Kulinarik bei uns im Fokus“, bilanziert Susanne Haubenhofer von der Erlebnisregion Graz.
„Zuerst der Schneefall und jetzt der Sonnenschein waren super Voraussetzungen“, sagt Daniel Berchthaller, neuer Seilbahner-Chef und Geschäftsführer der Reiteralm, zur „Krone“. „Das Wetter hat zu zwei, drei Stunden Skifahren und dann Genießen auf den Sonnenterrasse eingeladen“, weiß er.
Schnee und Sonnenschein haben noch einmal einen Buchungsimpuls gegeben.

Daniel Berchthaller, Seilbahner-Chef
Bild: Christian Jauschowetz
Einen leichten Schub bei kurzfristigen Buchungen habe man in der Erlebnisregion Schladming gemerkt. Auch aus dem Ausseerland heißt es, dass die Skigebiete noch gut ausgelastet waren. Die Buchungslage insgesamt wäre heuer aber durchwachsen gewesen. Für den Sommer gibt es wiederum schon sehr viele Anfragen im Salzkammergut.
Im Murtal waren schon zu Ostern Wanderurlaube gefragt. Dort lockt um diese Jahreszeit die Erika-Blüte – ein Naturschauspiel. Während Stammgäste dem Termin treu bleiben – so erzählt es etwa Lukas Bencsics von der Erlebnisregion Murau – bleibt auch der Trend zu kurzfristigen Buchungen bestehen. In der Oststeiermark wiederum habe die Buchungslage laut Verantwortlichen „den Erwartungen entsprochen“. Und im Themen- und Vulkanland ist die Nachfrage zu Ostern sehr hoch gewesen, wie Christian Contola vom Tourismusverband weiß.
Hauptgeschäft: Deutsche und Österreicher
Die Steiermark ist als Inlandsziel zu Ostern erneut am beliebtesten, wie die Österreichische Hotelvereinigung erhoben hat. Dahinter folgen Oberösterreich, Wien und Salzburg. Der wichtigste Markt sind die Österreicher selbst, gefolgt von den Deutschen.
Die Rückmeldungen zeigen ein differenziertes Bild. Ostern verläuft regional sehr unterschiedlich.

Michael Feiertag, Steiermark Tourismus
Bild: Christian Jauschowetz
„Teilweise punkten auch Nachbarmärkte wie Ungarn. Ostern verläuft in der Steiermark regional sehr unterschiedlich, die Buchungslage ebenso. Kurzfristige Buchungen dominieren“, fasst Michael Feiertag, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus, zusammen. Er freut sich, dass die Nachfrage für den Sommer schon sehr stark ist. Gefragt sind da vor allem Aktivitäten wie Radfahren, Wandern oder Camping.
Frühling bleibt bis Wochenmitte
Erste Vorboten des Sommers zeigten sich am Feiertagswochenende übrigens schon an den Thermometern, die Sonne ließ sich reichlich blicken – gestern wurden im Süden des Bundeslandes an die 23 Grad gemessen, im Ennstal etwa um die 16 Grad. Schön mit viel Sonnenschein soll es die kommenden Tage weitergehen. Auch mildes Bergwetter mit etwas Wind prognostizieren die Meteorologen der GeoSphere Austria. Eine große Neuschneemenge sei vorerst nicht in Sicht.
Ab Donnerstag beziehungsweise Freitag kann es laut den Wetterexperten etwas unbeständiger werden, ein Tief könnte Regen bringen. Schon ab Mittwoch sollen die Temperaturen etwas zurückgehen.
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