Weil in Guatemala Augenärzte fehlen, half ein Spezialist aus Oberösterreich drei Wochen vor Ort. Dabei erlebte er viele berührende Momente. In der „Krone“ erzählt der Mediziner aus Braunau über seine Zeit in Zentralamerika
Während wir in Oberösterreich über Ärztemangel klagen, ist es anderswo viel schlimmer: In Guatemala, dem bevölkerungsreichsten Land Zentralamerikas, gibt es viel zu wenige Augenärzte. Daher gründete eine Wiener Ärztin 2022 die Organisation „Augen auf Guatemala“, die vor Ort hilft.
Ivan Rodriguez vom Krankenhaus St. Josef Braunau war heuer zum ersten Mal dabei. „Ich bin in Mexiko geboren. Dort gehören ehrenamtliche Einsätze zur Ausbildung. Als ich die Gründerin der Initiative vor einem Jahr kennengelernt habe, habe ich sofort zugesagt“, so der 47-Jährige, der 2013 der Liebe wegen von Mexiko-Stadt nach Österreich zog.
„Wir waren heuer in Quetzaltenango, eine Stadt auf einer Hochebene, wo rund 800.000 indigene Maya leben, mit kaum Zugang zu Augenärzten. Dafür müssten sie rund zehn Stunden in die Hauptstadt fahren“, so Rodrigues. In einem dortigen Spital konnte das siebenköpfige Team Räumlichkeiten und Geräte nutzen, die Materialien brachten die Ärzte selbst aus Österreich mit.
180 Operationen in drei Wochen
„Wir haben in drei Wochen mehr als 900 Untersuchungen und mehr als 180 Operationen durchgeführt. Viele Patienten waren fast komplett blind, in Österreich wird viel früher operiert“, schilderte der Augenarzt. „Die Menschen sind unglaublich erleichtert und dankbar. Eine Mutter sah etwa nach der Operation zum ersten Mal ihr eigenes Kind. Ich werde nächstes Jahr sicher wieder dabei sein“, so Rodriguez.
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