Aktivitäten der Gemeinde und Verhandlungen der Immobilienbesitzer um neue Pächter sind gut gestartet. Gutscheine und Pflanztröge werden demnächst umgesetzt.
Durchaus hoffnungsvoll ist man in Mattersburg, was die Wiederbelebung der Innenstadt betrifft. Vizebürgermeister Thomas Nikles (SPÖ): „Beim Mattersburg-Zehner sind die Unternehmer motiviert mit dabei. Und die Idee der Bepflanzung der Blumentröge wird gut angenommen.“ Den Zehner-Gutschein gibt es außerdem ab Mai.
Im „Terroir“ ab Juli neuer Betrieb
Schon fix ist mittlerweile auch, dass in die ehemalige Weinbar „Terroir“ ab Juli ein italienisches Café einzieht, das Frühstück anbieten wird. Bezüglich weiterer Pächter, die frischen Schwung in die Innenstadt bringen sollen, meint Nikles: „Ich bin sehr optimistisch, dass sich hier schon bald noch etwas tut.“
Für den „Harrer“ gibt es Pläne
Die „Krone“ hörte sich um und tatsächlich berichtet der Mitbesitzer der Bäckerei Altdorfer, Dieter Pruggnaller, der den ehemaligen „Harrer“ in Mattersburg erwarb: „Wir haben die Immobilie beim Makler, weil wir selber derzeit zu viele andere Baustellen haben, als dass wir etwas in Mattersburg machen können. Aber es gab schon Interessenten, die gleich mit Architekten zur Besichtigung gekommen sind.“ Er glaubt aber an das Potenzial des Standortes im Zentrum. Sollte sich doch keiner der Interessenten in den nächsten Monaten festlegen, würde Pruggnaller durchaus selber dranbleiben wollen, wenn er andere Projekte fertiggestellt hat.
Drei Anfragen für den „Florianihof“
Neues Leben soll auch schon bald in den „Florianihof“ kommen: Der vorige Pächter schlitterte, wie berichtet, im vergangenen Jänner in Insolvenz. Inhaber des Gebäudes ist die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG).
Nach einem neuen Pächter wird bereits eifrig gesucht. OSG-Chef Alfred Kollar ist zuversichtlich: „Wir sind in vielversprechenden Verhandlungen mit einer Interessentin. Es gab drei Anfragen. Natürlich würden wir das gerne rasch über die Bühne bringen.“
Versöhnlich zeigt sich in der Diskussion um die Innenstadt auch die ÖVP. „Nach Jahren des Zuwartens wurden in der Gemeinderatssitzung erste Schritte zur Stärkung der Mattersburger Innenstadt gesetzt. Dass jetzt Maßnahmen umgesetzt werden, ist ein Erfolg der Vernunft“, so Ortsparteiobmann Thomas Haffer. Allerdings fordert er weiter einen eignen „Innenstadt-Manager“.
Teure Grundstücke für Entwicklung
Was die Grundstücke beim Spar in der Wiener Straße betrifft, die die Stadtentwicklungs-KG mit dem eigentlich für die Innenstadt gedachten Kredit kaufte, gibt es vorerst nur Spekulationen. „Wir stehen in Gesprächen mit Interessenten“, hält sich Nikles vorerst noch bedeckt. Kritik kommt in dieser Frage aber von ÖVP-Chef Haffer: „Während in der Innenstadt Lokale leer stehen, werden draußen zu horrenden Preisen neue Flächen geschaffen.“ Dem Vernehmen nach sollen mehr als 140 Euro pro Quadratmeter für die Grundstücke von der KG gezahlt worden sein.
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