Eskalation bei VP-Fest

Bub geschlagen? Freispruch für Stadtpolitiker

Oberösterreich
04.04.2026 06:45

In Ansfelden (Oberösterreich) soll es im vergangenen Jahr bei einer ÖVP-Veranstaltung zu einem körperlichen Angriff gekommen sein. Im Mittelpunkt standen ein zehnjähriger Bub, seine Mutter und ein VP-Stadtpolitiker. Die beiden Erwachsenen waren wegen leichter Körperverletzung angeklagt.

Heiß hergegangen ist es am 4. Juni des vergangenen Jahres bei einem Grillfest der ÖVP Ansfelden. Gegen Ende der Veranstaltung war es zwischen dem zehnjährigen Buben, seiner Mutter und dem Politiker zu einer Auseinandersetzung gekommen. Schlussendlich musste die Polizei anrücken, die versuchte, die Situation zu klären.

Da es von dem Vorfall allerdings zwei verschiedene Versionen gibt, war das gar nicht so leicht. Dem Lokalpolitiker wird vorgeworfen, den Zehnjährigen gegen eine Wand gedrückt und in den Bauch getreten zu haben. Der Mann bestreitet diese Vorwürfe vehement.

Bei einer Bürgerveranstaltung in Haid bei Ansfelden ging es am 4. Juni 2025 heiß zu.
Bei einer Bürgerveranstaltung in Haid bei Ansfelden ging es am 4. Juni 2025 heiß zu.(Bild: Kerschbaummayr Werner)

Er habe lediglich die Kinder aufgefordert, den Weg freizumachen. Der Bursche habe ihn daraufhin beschimpft, angespuckt und später sein Fahrrad gegen ihn gekippt. Außerdem soll die Mutter einen Schlapfen nach dem Mandatar geworfen und ihm zwei Ohrfeigen verpasst haben.

Mutter nahm Diversion an
Am Donnerstagnachmittag trafen sich die beiden Streitparteien deswegen bereits zum zweiten Mal am Bezirksgericht in Traun. Bei einer ersten Verhandlung im Jänner dieses Jahres hatte die Mutter eine angebotene Diversion der Richterin angenommen und damit die Verantwortung für ihr Handeln übernommen. Das Verfahren wegen leichter Körperverletzung wurde daraufhin eingestellt. 

Am Donnerstag stand der Politiker, ebenfalls wegen leichter Körperverletzung angeklagt, im Mittelpunkt. Der Bub und mehrere Zeugen wurden von der Richterin angehört. Einer behauptete, dass der Mann sogar ein Fahrrad auf den Buben geworfen haben soll. Schlussendlich konnte die Richterin aber keine Beweise für die Schuld des Politikers finden und sprach ihn frei. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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