Zum Jubiläumsjahr

Auftrags- und Umsatzrekord für Liebherr Nenzing

Vorarlberg
03.04.2026 13:25
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der Hersteller von Baumaschinen in Nenzing erzielte im Geschäftsjahr 2025 mit 746,6 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord. Dies entspricht einer Steigerung von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Auftragseingängen wurde ein Rekordstand erreicht – was für einen außergewöhnlich soliden Auftragsbestand sorgt.

Die globale Bauwirtschaft verzeichnete 2025 ein leichtes, jedoch schwächeres Wachstum als im Vorjahr. Geopolitische Spannungen und die volatile Wirtschaftslage trugen maßgeblich dazu bei. Trotz dieses herausfordernden Umfelds profitierten die in Nenzing gefertigten Baumaschinen – Hydroseilbagger, Raupenkrane und Spezialtiefbaugeräte – von einer anhaltenden Investitionsbereitschaft in Infrastruktur und Energie. 

Stabile Entwicklung in den Absatzregionen
Mit einer traditionell hohen Exportquote von rund 99 Prozent unterstreicht die Liebherr-Werk Nenzing GmbH ihre starke internationale Ausrichtung. Trotz der zunehmenden Komplexität in der Zollthematik konnte Nordamerika  seinen Umsatzanteil auf über 40 Prozent ausbauen. Besonders erfreulich ist aus Sicht der Oberländer, dass der Heimatmarkt Europa (EU) überdurchschnittlich zulegen konnte und nun gleichauf mit Nordamerika liegt. An dritter Stelle folgt der Markt der Nicht-EU-Länder mit einem Umsatzanteil von knapp zehn Prozent. In diesen drei Regionen zeigten auch die Auftragseingänge einen äußerst dynamischen Verlauf und erreichten neue Rekordstände. Im Gegensatz dazu haben die Länder des Mittleren Ostens und Fernost etwas an Bedeutung verloren.

Das „LBX 600“ wurde speziell für Anwendungen mit Schlitzwandgreifer entwickelt.
Das „LBX 600“ wurde speziell für Anwendungen mit Schlitzwandgreifer entwickelt.(Bild: Roman Nöstler)
Der Liebherr-Raupenkran „LR 1300.1 SX“ hebt Brückenteile bei einem der größten ...
Der Liebherr-Raupenkran „LR 1300.1 SX“ hebt Brückenteile bei einem der größten Infrastrukturprojekte in Alaska.(Bild: Liebherrr)
Maximilian Schupeck (Produktion), Holger Streitz (Technik), Stefan Maier (Finanzen), Gerhard ...
Maximilian Schupeck (Produktion), Holger Streitz (Technik), Stefan Maier (Finanzen), Gerhard Frainer (Vertrieb)(Bild: Liebherrr)

Betrachtet man die Gerätetypen und Baureihen, so konnten alle Geschäftsfelder erfolgreich wachsen. Das Segment Raupenkrane behauptete sich auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Auch die Segmente Hydroseilbagger und Spezialtiefbaumaschinen wuchsen überdurchschnittlich.

Innovationen in Antriebs- und Anwendungstechnik
Im Geschäftsjahr lag der Fokus unter anderem in der Forschung und Entwicklung auf alternativen Antriebstechnologien. Einer der Höhepunkte war die Premiere des ersten vollelektrischen Seilbaggers „HS 8100.2 dual power“ mit flexiblen Antriebsvarianten. Der Bagger kombiniert eine integrierte Batterie mit einem optionalen Dieselgenerator, sodass dieser im Netz- oder Dual-Power-Betrieb emissionsarm arbeitet. Im Segment der Raupenkrane wurde der 400-Tonnen-Raupenkran vom Typ „LR 1400.1 SX“ speziell für Schwerlasteinsätze mit Derrickausrüstung und Schwebeballast konzipiert, um höhere Traglasten und eine größere Einsatzvielfalt zu bieten. 

Liebherr Nenzing

  • Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH ist weltweit etabliert. Das Baumaschinenportfolio umfasst Raupenkrane, Hydroseilbagger sowie Ramm- und Bohrgeräte. Digitale Lösungen und Dienstleistungen für die Baustelle der Zukunft vervollständigen das Produktspektrum.
  • Neben der Weiterentwicklung der Produktfamilien im Bereich Spezialtiefbau, Umschlag und Heben liegt der Fokus auch auf der Entwicklung innovativer digitaler Lösungen und Assistenzsysteme, die es ermöglichen, Prozesse auf der Baustelle zu optimieren. 
  • Am Standort Nenzing ist auch die Liebherr-MCCtec GmbH angesiedelt, eine von elf Spartenobergesellschaften der Firmengruppe Liebherr. Die Liebherr-MCCtec GmbH verfügt über vier Produktionsstätten in Killarney (Irland), Nenzing (Österreich), Sunderland (Großbritannien) sowie Rostock (Deutschland). 
  • Am Standort Nenzing sind aktuell 1919 Mitarbeitende beschäftigt. Liebherr bildet 133 Lehrlinge aus und zählt damit zu den größten Lehrlingsausbildnern im Land.

Ausblick auf 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Liebherr eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Die konsequente Ausrichtung auf innovative Technologien sowie nachhaltige Lösungen bildet die Grundlage für weiteres Wachstum und die Stärkung der Marktposition, ist man beim Unternehmen, das heuer sein 50-jähriges Bestehen in Vorarlberg feiert, überzeugt. Gefeiert wird dies unter anderem beim Tag der offenen Tür am Samstag, 27. Juni 2026. 

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