Hand ausgerutscht

Blair gesteht “g’sunde Watschen” für Kinder

Ausland
11.01.2006 14:24
Eigentlich wollte der britische Premierminister Tony Blair in einem BBC-Interview nur die Werbetrommel für eine neue Infokampagne für Problemfamilien rühren. Allerdings nahm der TV-Auftritt eine überraschende Werbung, als ihn die Moderatorin fragte, ob er seine Kinder schon einmal geohrfeigt hat.

Vier Kinder hat Tony Blair, bei den drei ältesten ist ihm eigenen Angaben zufolge gelegentlich die Hand ausgerutscht. Der Jüngste, der erst fünf Jahre alt ist, ist bisher davon verschont geblieben. "Zum meinem Jüngsten bin ich wahrscheinlich anders, als ich es zu den Älteren war", gibt Blair offen zu.

Und da es sich bei dem TV-Auftritt um eine Initiative zu Problemfamilien ging, fügte der sichtbar in Verlegenheit geratene Politiker rasch hinzu: "Jeder kennt den Unterschied zwischen dem Ohrfeigen und dem Missbrauch eines Kindes. Das Problem ist, dass es in wirklich schwierigen Familien weit darüber hinausgeht."

Nur zur Erinnerung: Im Jahr 2005 ist von der Regierung Blair ein Gesetz erlassen worden, das das Ohrfeigen von Kindern im Extremfall mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann...

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