Anzeigen in NÖ

Kriminalität verändert sich: Verbrechen digitaler

Niederösterreich
02.04.2026 10:00

Die neueste Anzeigenstatistik für Niederösterreich zeigt einen Rückgang bei Straftaten wie Einbruchsdiebstählen, dafür aber einen Anstieg bei Betrügereien aller Art.

Die Kriminalstatistik zeigt neue Entwicklungen auf. Wie berichtet, sieht sich die Polizei aktuell vor allem in Sachen Cybercrime und Kinder- und Jugendkriminalität gefordert. Doch wie sieht es in anderen Bereichen aus? Aufschluss darüber geben neue Details: Denn während die Anzeigen bei Eigentumsdelikten rückläufig (-4,9%) sind, liegt die Aufklärungsquote hier auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Die häufigsten Tatorte waren dabei etwa Straßen, Parkplätze oder Automaten. Auch positiv: Bei Wohnraum-Einbrüchen blieb es im Vorjahr in 47 Prozent der Fälle beim Versuch. Für Landespolizeidirektor Franz Popp eine erfreuliche Bilanz, da Kriminelle „nicht bis in den äußerst sensiblen Bereich vorgedrungen sind“.

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Die Bekämpfung von Betrugsdelikten samt Präventionsmaßnahmen sind wichtige Themen, um die Sicherheit in NÖ weiter auf diesem hohen Niveau zu gewährleisten. 

Landespolizeidirektor Franz Popp

Weniger Trickdiebe, mehr Trickbetrüger
Seit 2016 haben sich die Straftaten in diesem Bereich von 2549 auf 1261 mehr als halbiert. Bei Autodiebstählen wurde ein Minus von 15,9 Prozent verzeichnet. Auch Trickdiebe trieben 2025 weniger oft ihr Unwesen. Anders bei den Trickbetrügern, hier nahmen die Straftaten um 12,9 Prozent zu.

Mit einem Anstieg um 62,2 Prozent durch die Decke gingen hingegen die Anzeigen beim Sozialbetrug. Waren es 2024 noch 508 Fälle, musste die Polizei im Vorjahr in 824 Fällen ermitteln. Und: Laut Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr in NÖ fünf Menschen ermordet – drei Frauen und zwei Männer. 

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