Auf ihrer Delegationsreise diese Woche sprach NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auch mit Premierminister Plenković. Auch der restliche Westbalkan habe EU-Potenzial.
Mehr als ein Jahrzehnt hat sich die EU nicht mehr vergrößert, denn als 28. „Stern“ trat Kroatien 2013 bei. Gerade für niederösterreichische Firmen war das Goldes wert. 60 heimische Firmen haben sich schon ein Standbein in Kroatien aufgebaut, um direkter in die Balkan-Regionen zu liefern, die „Krone“ berichtete. „Je globaler die Herausforderungen, umso wichtiger ist es, dass Europa zusammensteht“, betonte die Landeshauptfrau in politischen Gesprächen diese Woche in Zagreb.
Die „Krone“ war mit dabei und bekam einen Eindruck vom Blick der kroatischen Politik auf die EU. Premierminister Andrej Plenković von der Partei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) sagt auch: „Ein EU-Beitritt der Staaten des Westbalkans ist entscheidend für die Wirtschaftsentwicklung.“ Gerade inmitten aktueller energiepolitischer Unsicherheiten kristallisiert sich heraus: Kroatien könnte einen wesentlichen Beitrag zur Energiegiesicherheit in Zentraleuropa leisten. Durch den Ausbau des Gas-Terminals auf Krk wird Kroatien zu einem wichtigeren „Player“ für andere Länder – vorausgesetzt, die Pipeline-Infrastruktur Richtung Österreich und Bayern wird rasch erweitert.
Die Gaspipelines von heute sind die Transportwege für Wasserstoff in der Zukunft.
Mikl-Leitner zum Umwelt-Aspekt von Pipellines
Und es zeigt Kroatien, wie sehr ein Land vom EU-Beitritt profitiert. Fehlen aus den westlichen Balkanländern würden etwa Bosnien und Herzegowina oder Serbien. Aber: Erinnerungen an Jugoslawien sind noch sehr präsent bei den Menschen. Es brauche enorme Sensibilität betont auch Botschafterin Yvonne Toncic-Sorinj. Neben zusätzlichen Fachkräften, weniger Handelsbarrieren und Rechtssicherheit bringe der zügige EU-Beitritt der Länder vor allem Friedenszuneigung in Europa.
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