Achtung Lawinengefahr

Massen an Neuschnee: Jetzt lauert der „Weiße Tod“!

Tirol
28.03.2026 08:11

60 Zentimeter Neuschnee – stellenweise auch mehr! Der massive Wintereinbruch in den vergangenen Tagen hat im Westen Österreichs die Lawinensituation wieder dramatisch verschärft. In Tirol herrscht am Samstag verbreitet Warnstufe 3 von 5. Bei dieser Stufe passieren statistisch gesehen die meisten Unfälle! Sorgen bereitet auch das schönere Wetter.

Der Winter legt jetzt vorerst mal eine Pause ein – am Samstag lässt sich in Tirol wieder vermehrt die Sonne blicken. Und genau das bereitet den Experten Sorgen. Das schönere Wetter wird viele Wintersportler in die Berge locken – und einige davon ins freie Gelände abseits gesicherter Pisten!

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Von vielen wird die Lawinenwarnstufe 3 unterschätzt.

Lawinenwarndienst Tirol

Gefährliche Situation abseits der Pisten
In Tirol herrscht am Samstag verbreitet Lawinenwarnstufe 3 – also erhebliche Gefahr. „Statistisch gesehen ist das jene Lawinenwarnstufe, bei der am meisten Unfälle passieren – von vielen wird sie unterschätzt. Lawinen können sehr leicht von einzelnen Personen ausgelöst werden. Vor allem in Regionen, in denen viel Neuschnee gefallen ist, sind die Gefahrenstellen häufiger und Lawinen potenziell größer“, so der Tiroler Lawinenwarndienst.

In vielen Regionen Tirols herrscht Gefahrenstufe 3 (orange).
In vielen Regionen Tirols herrscht Gefahrenstufe 3 (orange).(Bild: Lawinenwarndienst Tirol)

Generell gilt: Abseits der gesicherten Pisten herrscht verbreitet eine sehr gefährliche Lawinensituation.

Die Infografik zeigt die fünf Warnstufen der Lawinengefahr mit Beschreibung der Schneedecke und der Wahrscheinlichkeit einer Lawinenauslösung. Stufe 1 steht für geringe Gefahr mit stabiler Schneedecke, Stufe 5 für sehr große Gefahr mit instabiler Schneedecke und zahlreichen spontanen Lawinen. Quelle: lawinen.at.

Defensives Verhalten kann Leben retten
Durch den Neuschnee in Kombination mit dem Wind der vergangenen Tage und dem schlechten Schneedeckenaufbau bleibe die Lawinensituation weiterhin sehr angespannt. „Wir empfehlen, defensiv unterwegs zu sein und auf Gefahrenzeichen zu achten – etwa frische Lawinen in der Nähe, Rissbildungen in der Schneedecke oder Setzungsgeräusche“, betont Lawinenwarner Norbert Lanzanasto.

Mit der Sonneneinstrahlung seien Lockerschneelawinen zu erwarten. Dies vor allem an sehr steilen Hängen in windgeschützten Lagen. Zudem seien Gleitschneelawinen möglich, besonders an Böschungen und Wiesenhängen unterhalb von rund 2400 Metern.

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