Gefahr durch Frost

Heimische Marillen stehen bald in ihrer Vollblüte

Niederösterreich
26.03.2026 05:00

Am Palmwochenende wird sich die Wachau ganz in Weiß zeigen. Doch Marillenbauern zittern nun vor der bevorstehenden Kälte. 

Noch kräuseln sich die Wellen der Donau im glitzernden Sonnenschein und auch die weltberühmten Marillenhaine werden davon durchflutet. Doch am Wochenende steht empfindliche Kälte ins Haus, die Temperaturen werden in den kommenden Tagen rapide sinken und bei Schnee und Regen auch an der Minusgrad-Grenze kratzen.

Eine Gefahr für dass zart knospende Blütenmeer! Und genau das lässt die Landwirte erzittern. „Kälte ist nie gut für diese zarten Geschöpfe. Denn selbst wenn die Knospen diese unbeschadet überstehen, bleibt immer noch die Frage der Bestäubung durch die Bienen“, so Produzent Wolfgang Hackl, der in Atzelsdorf im Weinviertel mit 400 Sorten das größte Anbaugebiet Österreichs mit 23.000 Bäume hütet. Er bleibt dennoch guter Hoffnung.

Die weltberühmte Kulisse der Marillen-Stadt Dürnstein.
Die weltberühmte Kulisse der Marillen-Stadt Dürnstein.(Bild: Gregor Semrad)

Einzigartiges Naturschauspiel
Bisher verläuft dort – wie auch in der Wachau – alles nach ökologischem Plan. Denn die rund 100.000 Obstbäume weisen – laut Franz Schöberl, Obmann des Vereines „Wachauer Marille“ – einen guten bis sehr guten Blütenknospenansatz auf. Dem weltweit einzigartigen Naturschauspiel sollte also nichts im Wege stehen.

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Auch wenn es laut Prognose am Wochenende kühl und unbeständig werden könnte, unser Naturschauspiel bleibt unverändert schön.

Christian Thiery, Schloss Dürnstein

Trotz niedrigerer Temperaturen
„Die ,Marillenspitzen’ werden sich am Palmwochenende sicher noch stärker als an den Ostertagen entfalten. Es gilt also ins Blütenmeer einzutauchen“, will der Dürnsteiner Hotelier Christian Thiery trotz „überschaubar schönen Wetters“ Besucher in die UNESCO-Welterberegion locken.

Inzwischen belegt der nationale Öko-Report der „Arche Noah“ in Schiltern bei Langenlois den dramatischen Zustand der Vielfalt. Demnach sind österreichweit 74 Prozent der Obstsorten vom Aussterben bedroht. Ein Grund mehr die Wachau zu besuchen und die Marillenbauern in ihren Bemühungen zu unterstützen.

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