Neuer Bundesheer-Heli

Große Waldbrandübung: „Lion“ nahm Anflug auf Graz

Steiermark
24.03.2026 15:32

In Graz ging am Dienstag die größte Waldbrandübung seit Jahren über die Bühne. Dabei kam zum ersten Mal ein neuer Bundesheer-Hubschrauber zum Einsatz. Die „Krone“ war dabei.

Eine weggeworfene Zigarette löst einen Waldbrand am Grazer Buchkogel aus – dieses durchaus realistische Szenario war am Dienstag die Ausgangslage für eine Großübung mit mehr als 100 Einsatzkräften, von der Feuerwehr über die Bergrettung und das Rote Kreuz bis zum Bundesheer.

„Auf der einen Seite geht es um die operative Waldbrandbekämpfung, auf der anderen Seite um die Einsatzleitung, die Abläufe und die Koordination zwischen den Einsatzkräften und den Behörden“, erklärt Gilbert Sandner, Leiter des Sicherheitsmanagements der Stadt Graz.

Menschenrettung aus luftiger Höhe
Zunächst galt es einmal, den Brand zu lokalisieren – auch mit Drohneneinsatz –, Ausbreitungsprognosen zu erstellen und Zufahrtsmöglichkeiten auszuloten.

Wo über Forstwege nichts mehr geht, ist Unterstützung aus der Luft gefragt. Dafür kam am Dienstag zum ersten Mal ein neuer „Lion“-Hubschrauber des Bundesheers nach Graz angeflogen. Flugretter der Berufsfeuerwehr Graz, der Bergrettung und des Landesfeuerwehrverbands machten sich mit dem Leonardo AW169 vertraut und übten das Abseilen bzw. die Menschenrettung aus luftigen Höhen.

„Das neue Fluggerät ist natürlich leistungsstärker als der Vorgänger. Es gibt mehr Downwash (starker Abwind, Anm.) und auch die neue Seilwinde muss beübt werden“, sagt Harald Schaden, Landessonderbeauftragter für Flugdienst und Waldbrandbekämpfung. Der „Lion“ ist aber nicht nur für Personensuche und Menschenrettung geeignet, sondern kann auch Löschwasser transportieren – was im Zuge der Waldbrandübung auch in der Praxis erprobt wurde.

Waldbrandgefahr nimmt zu
Die Übung zeigte, dass Graz im Ernstfall auf die Einsatzkräfte zählen kann – was angesichts der zunehmenden Waldbrandgefahr auch unabdingbar ist. „Wir merken, dass es immer wärmer wird und die Trockenperioden länger werden. In Graz haben wir viel Wald als Naherholungsgebiet, wo auch ein entsprechendes Gefährdungspotenzial herrscht“, sagt Sicherheitsmanager Sandner zu den Hintergründen der Übung.

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